Chile - Außenhandelspraxis

EU-Präferenzabkommen mit Chile

Mitte November 2002 wurde das Assoziationsabkommen zwischen der EU und Chile unterzeichnet. Der handelspolitische Teil dieses Abkommens sieht stufenweise Zollsenkungen vor. Im Amtsblatt L 352 vom 30. Dezember 2002 wurde das neue Handelsabkommen veröffentlicht. Es umfasst alle Handelsaspekte und die Zusammenarbeit zwischen der EG und Chile. Das Abkommen muss in Chile noch vom Kongress ratifiziert werden, die Vorschriften über die stufenweisen Zollsenkungen und die Konformitätsbeurteilungen werden in der EG vorläufig angewendet, so dass die Importzollsätze für chilenische Produkte in der EG bereits schrittweise abgebaut werden.

Die Ursprungsregeln weichen an einigen Stellen von den Regeln innerhalb der Paneuropäischen Kumulationszone ab (z.B. beim Abkommen mit Polen).
Ursprungsnachweis ist die Warenverkehrsbescheinigung EUR.1 bzw. bis zu einem Warenwert von 6000 Euro die Ursprungserklärung auf der Handelsrechnung. Der Wortlaut entspricht dem Wortlaut des Abkommens mit Mexiko. Eine Bewilligung als ermächtigter Ausführer ist möglich.

Das Verbot der doppelten Zollbegünstigung (Drawback-Verbot) tritt ab 2007 in Kraft.
Das komplette Abkommen ist im Amtsblatt der Europäischen Union hinterlegt, es umfasst ca. 1500 Seiten!