Aktuelle Nachrichten

Der DIHK hat im August eine Blitzumfrage unter deutschen Unternehmen zu den Strafzöllen zwischen den USA und China veröffentlicht. Die Ergebnisse sind hier: https://www.dihk.de/presse/meldungen/2018-08-02-blitzumfrage-handelskonflikt

 

Der Handelskrieg zwischen China und den USA eskaliert (17.09.18)

Trotz wochenlanger Anhörungen, in denen Berater und Unternehmensvertreter vor einer weiteren Eskalation des Handelsstreits warnten, hat US-Präsident Donald Trump am 17.09. weitere Strafzölle auf Importe aus China angekündigt. Vom 24.09. an werden die USA weitere chinesische Produkte im Wert von insgesamt 200 Milliarden US-Dollar mit Strafzöllen in Höhe von 10 Prozent belegen. Anfang kommenden Jahres sollen diese sogar auf 25 Prozent angehoben werden. Damit wäre etwa die Hälfte aller Waren, die die USA aus China einführen, mit zusätzlichen Abgaben belegt. Die Sorge in aller Welt wächst. Alibaba-Chef Jack Ma warnte unterdessen, dass der Handelskrieg noch sehr lange andauern könne – auch 20 Jahre seien vorstellbar, so Ma. Die chinesische Regierung hat umgehend Vergeltungsmaßnahmen angekündigt. Zölle von fünf bis zehn Prozent auf US-Waren im Wert von 60 Milliarden USD sollen ebenfalls am 24. 09. in Kraft treten . Das chinesische Handelsministerium beschwerte sich zudem erneut bei der WTO über das Verhalten der USA. Eine Abwertung des Yuan soll es dagegen vorerst nicht geben, betonte Ministerpräsident Li Keqiang am Dienstag. Die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua sprach von einem Rückschlag und betonte, wie sehr China sich für den freien Handel einsetzt. Kommentare in der chinesischen Presse interpretieren die Entscheidung der USA als Versuch, die aufstrebende Macht China einzudämmen und sprachen von einem Angriff auf das Wirtschaftssystem.

Anders als in der ersten Runde des Handelsstreites kann China aufgrund der Handelsstruktur nicht mit Strafzöllen auf amerikanische Waren in derselben Höhe wie die USA antworten. 2017 importierte China nur etwa Waren im Wert von 130 Mrd. USD aus den USA. Mit der Zollausweitung ab 24. September sind bereits fast 80 Prozent aller US-Importe betroffen. (Quelle: Merics) 

 

Laut Mitteilung Bulletin Nr. 2018(8) der ch. Regierung vom 18.09.2018 (http://gss.mof.gov.cn/zhengwuxinxi/zhengcefabu/201809/t20180918_3022592.html, auf Chinesisch) werden die aktuellen vier Listen nun geändert: Statt vier Raten gibt es nur noch 2 Raten. Hier sehen Sie die Listen (in Chinesisch):  http://www.gov.cn/xinwen/2018-08/08/content_5312624.htm

 

 

 

 

 

 

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Aktuelles: Betrugsversuche aus China

Seit vielen Jahren gibt es verschiedene betrügerische Methoden, mit denen „chinesisch Unternehmen“ versuchen, Geld von deutschen Unternehmen zu ergaunern.

 

Die aktuellste Methode stammt aus dem Jahr 2015 und wird „Fake President“ genannt. Dabei geben sich die Betrüger als Vorgesetzte aus und weisen Angestellte an, Geld für geheime Unternehmenskäufe oder Forschungsprojekte nach China zu transferieren. Betroffen sind unter anderem große internationale Unternehmen und mittelständige Unternehmen, mit einer Größe, bei der die Angestellten die Geschäftsleiter nicht unbedingt persönlich kennen.

 

Weitere Informationen zu Betrugsversuche (Merkblätter AHK, deutsche Auslandshandelskammer):

 

Information Betrugsversuche

Betrügerische E-Mails zur Domainregistrierung in China

Vorsicht bei Geldüberweisungen nach China

 

Quellen: Vertretungen der Bundesrepublik Deutschland in der Volksrepublik China, AHK Greater China

Stand: März 2016