Import aus China

Import aus China – Das Wichtigste zusammengefasst

Falls Sie bislang noch keine Erfahrungen mit dem Import von Waren haben, können Sie allgemeine Bestimmungen zum Import aus Drittländern nachlesen.

 

In den letzten Jahren hat der Import aus China stark zugenommen. 2017 betrugen die hessischen Einfuhren aus China ca. 11,158 Mio. €. Die VR China steht damit auf Rang 1 unter den Einfuhrländern Hessens.

 

China ist ohne Frage ein interessantes Land für den Import von kostengünstigen Waren. Ein Vorteil ist, dass der chinesische Markt ein sehr breites Güterangebot hat. Die Qualität der Produkte aus China hat sich in den letzten Jahren stark verbessert.

 

Allerdings ist der Einkauf in China auch mit Unabwägbarkeiten verbunden. Die Entfernung ist groß, die Verständigung auf Englisch nicht leicht und folglich die Abstimmung zwischen den beiden Parteien nicht einfach. Die Qualitätskontrolle kann den deutschen Importeur vor Herausforderungen stellen. Liefertermine werden nicht immer eingehalten.

 

Lieferantensuche – Wo finde ich Lieferanten? Wer hilft?

Am schwierigsten ist es in der Regel einen verlässlichen und kompetenten Lieferanten zu finden. Es gibt viele unterschiedliche Möglichkeiten ans Ziel zu gelangen.

 

Internetplattformen

Die einfachste - und zunächst - kostengünstigste Möglichkeit einen chinesischen Lieferanten zu finden, ist das Internet. Die bekannteste Webseite hierzu ist www.alibaba.com. Auf dieser bieten chinesische Unternehmen Ihre Produkte an. Neben Alibaba gibt es noch andere, ähnliche Plattformen, wie zum Beispiel:

 

http://ccne.mofcom.gov.cn/

made-in-china.com

 

Auf diesen Seiten finden Sie Lieferanten nahezu aller Produkte. Allerdings sollten Sie bei der Bestellung immer bedenken: Sie können von hier aus nicht beurteilen, ob es die genannte Firma überhaupt gibt, ob sie seriös ist oder ob die Produkte von guter Qualität sind. Diese Vorgehensweise ist daher mit gewissen Unabwägbarkeiten verbunden.

 

Messen

Auf Messen können Sie Kontakte zu potentiellen Lieferanten knüpfen und die Produkte live sehen. Allerdings ist es oft nicht ganz einfach zu erkennen, ob Sie es tatsächlich mit einem Hersteller oder einem Händler zu tun haben. Sollten Sie Konsumgüter importieren wollen, ist die Kanton Fair interessant für Sie. Das ist die größte Exportmesse Chinas, sie findet 2 Mal im Jahr in Kanton statt. Auf der Webseite können Sie auch ein Verzeichnis der ausstellenden Unternehmen einsehen.

 

Selbstverständlich gibt es auch für andere Branchen Messen, allerdings ist der Messemarkt China sehr unübersichtlich. Die wichtigsten Messen finden Sie auf der Seite des Deutschen Messausschusses. Schätzungen zufolge finden in der VR China jährlich über 500 internationale Messen statt. Die Bezeichnung "international" sagt nichts über die Qualität der Veranstaltung aus; unter Umständen sind ausländische Aussteller überhaupt nicht auf der Messe vertreten. Generell ist die Teilnahme an einer Messe - als Besucher oder als Aussteller - für Markteinsteiger eine gute Gelegenheit, sich einen Überblick über den chinesischen Markt und die in- und ausländischen Konkurrenten zu verschaffen. Die Hoffnung auf erste Geschäfte sollte man nicht unbedingt damit verbinden.

 

Auslandshandelskammern

In China - wie auch in anderen Ländern- können Sie die deutschen AHKs (Auslandshandelskammern) kontaktieren. Diese bieten die Dienstleistung an, geeignete Lieferanten für Sie zu suchen. Dabei gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Beispielsweise kann die AHK Ihnen einfach einige Lieferanten eines bestimmten Produktes nennen. Sie können sie jedoch auch bitten, die potentiellen Lieferanten zu besuchen und für Sie zu beurteilen. Diese Dienstleistungen sind natürlich mit Kosten verbunden. Sie finden alle Kontakte auf der Webseite der AHK. Darüber hinaus gibt es weitere Dienstleister, die sich auf das Thema Lieferantensuche spezialisiert haben.

 

Liefervertrag – Was gibt es bei einem Liefervertrag zu beachten?

 

Kauf- und Lieferverträge

Die Volksrepublik China ist mit Wirkung zum 1. Januar 1988 dem Übereinkommen der Vereinten Nationen über Verträge über den internationalen Warenkauf beigetreten. Im internationalen Lieferverkehr besteht nach chinesischem Recht Rechtswahlfreiheit. Der Kaufvertrag ist geregelt im Vertragsgesetz, das seit dem 1. Oktober 1999 in Kraft ist. Der ausländische Geschäftspartner sollte vor Vertragsabschluss prüfen, ob der chinesische Geschäftspartner hierzu berechtigt ist (Registrierung als Foreign Trade Operator, Geschäftsregistrierung, ausreichend weitgehende Geschäftslizenz, Berechtigung zum Außenhandel, Vollmacht für Zeichnungsberechtigung, manchmal behördliche Genehmigung für Außenhandelsverträge). Das neue Außenhandelsgesetz vom 01.07.2004 gestattet allen Unternehmen und Institutionen mit eigener Rechtspersönlichkeit - sowie erstmals auch inländischen und ausländischen Privatpersonen - Import- und Exportgeschäfte zu tätigen, sofern sie entsprechend registriert sind. Liegt keine Registrierung als "Foreign Trade Operator" vor, müssen weiterhin spezielle Import-/Exportgesellschaften zwischengeschaltet werden.

 

Deutsch-Chinesischer Standardvertrag für Liefergeschäfte

Seit November 1995 besteht zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der VR China ein Standardvertrag für Liefergeschäfte, der die Interessen beider Vertragsparteien berücksichtigt. Der Standardvertrag ist für Exporte nach und Importe aus China zu verwenden. Im Hinblick auf die Vielzahl der Anwendungsfälle, denen das Vertragsmuster zugrunde gelegt werden soll, enthält der Standardvertrag Alternativvorschläge und Leerstellen, die von den Parteien projektspezifisch und individuell verwendet bzw. ausgefüllt werden müssen. Dieser Mustervertrag gilt für die Lieferung beweglicher Maschinen und Güter. Der Vertrag (Bestell-Nr. 8885) kann über die GTAI (Germany Trade and Invest), Tel. 0221 2057-0, E-Mail: vertrieb@gtai.de, bezogen werden.

 

Quellen: Germany Trade and Invest, AHK China

Stand: März 2016

 

Ansprechpartner

Anfragen aus dem IHK-Bezirk beantwortet:
Sonja Müller International
Telefon: 069 2197-1433Fax: 069 2197-1541

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