Schwalbacher Unternehmen mit Standortqualität grundsätzlich zufrieden – Kritik an zu hoher Gewerbesteuerbelastung

2005-03-30

52 Prozent der Unternehmen in Schwalbach a. Ts. bewerten die Standortbedingungen als „sehr gut“ oder „gut“, immerhin noch 37 Prozent als „befriedigend“. Dies ergab eine repräsentative Umfrage unter 200 Unternehmen in Schwalbach. Als wesentliche Stärken des Wirtschaftsstandortes werden die regionale und überregionale Verkehrsanbindung und die Nähe zu Kunden, Lieferanten und Partnern gesehen. Überdurchschnittlich positiv wird von den Unternehmen auch das Angebot an Schulen, Weiterbildungseinrichtungen, Wohnungen sowie das Wohnumfeld bewertet. Besonders fördernd wirkt sich nach Ansicht der Schwalbacher Unternehmen vor allem das Image und die Attraktivität der Gesamtregion FrankfurtRheinMain aus. Von allen zu beurteilenden Standortfaktoren erhielt dieses Kriterium mit der Durchschnittsnote 2,1 die beste Bewertung.

Mit dem Image und der Attraktivität der Gemeinde Schwalbach selbst sind die Unternehmen hingegen weniger zufrieden. 35,3 Prozent der ansässigen Betriebe bewerten diesen Faktor lediglich als „ausreichend“ und 5,9 Prozent sogar als „mangelhaft“. Besonders stark kritisiert wird die Steuer- und Abgabenbelastung in Schwalbach. Dabei ist dies nach Auffassung der Unternehmen neben der Verkehrsanbindung das wichtigste Standortkriterium. So bewerten 36,8 Prozent der Schwalbacher Unternehmen den Standortfaktor „Gewerbesteuer“ als „sehr wichtig“ und 42,1 Prozent als „wichtig“. Der derzeit höchste Gewerbesteuer-Hebesatz im Main-Taunus- und Hochtaunuskreis in Höhe von 375 Prozent wird als Standortnachteil eingeschätzt. Jedes dritte Unternehmen vergibt für die Gewerbesteuer-Höhe die Note 5 (mangelhaft) oder 6 (ungenügend). Kein anderes Standortkriterium wird von den Unternehmen schlechter beurteilt.

„Als Ergebnis unserer Untersuchung lässt sich festhalten, dass Schwalbach ein guter Wirtschaftsstandort ist, aber angesichts der starken Konkurrenz durch die umliegenden Gemeinden des Taunus dringender Handlungsbedarf bei der Senkung des Gewerbesteuer-Hebesatzes besteht. Schließlich gilt es nicht nur neue Betriebe anzusiedeln, sondern insbesondere auch bestehende Unternehmen am Standort zu halten. Außerdem erscheint eine zielgerichtete Vermarktung als Wirtschaftsstandort zur Steigerung der Attraktivität von Schwalbach notwendig – gegebenenfalls gemeinsam mit den umliegenden Gemeinden Bad Soden, Eschborn und Sulzbach“, so IHK-Geschäftsführer Dr. Rainer Behrend.

Informationen für die Presse: Alexander Schaub
 

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