Kompromiss statt Konfrontation: IHK bildet Wirtschaftsmediatoren aus

2005-04-15

Mediation ist auf dem Vormarsch. Der Bedarf an gut ausgebildeten Wirtschaftsmediatoren steigt. Die IHK Frankfurt bietet seit 2002 als eine der ersten IHKs in Deutschland einen 180 Unterrichtsstunden umfassenden Zertifikatslehrgang an. Am 30. September startet der nächste Lehrgang. Alle Informationen dazu und eine Liste der bereits ausgebildeten Wirtschaftsmediatoren sind verfügbar im Internet  unter www.wirtschaftsmediator-ihk.de.

Die Weiterbildung zum „Wirtschaftsmediator (IHK)“ ist nicht nur für diejenigen attraktiv, die darauf setzen, zukünftig als Mediator ihr Geld zu verdienen. Die Übung der kommunikativen Konfliktlösung hilft allen Entscheidern im beruflichen Alltag, beispielsweise bei der Projektentwicklung oder Teamführung.
Vor einigen Jahren von manchen als Kuschel-Lösung belächelt, sehen Unternehmer und Juristen zunehmend die Mediation als ein geeignetes Mittel zur effektiven außergerichtlichen Streitbeilegung an. Unternehmen möchten mit der einvernehmlichen Konfliktbearbeitung Zeit, Geld und Kraft sparen. Die Mediation kommt überwiegend bei Problemen mit Kunden und Lieferanten oder bei Konflikten zwischen Kollegen oder Geschäftsführern zum Einsatz. Gerade in schwierigen Fragen der Unternehmensnachfolge bietet sie ein weiteres Anwendungsfeld. Dadurch, dass die Streitenden mit Hilfe des neutralen Mediators ihren Konflikt selbst entschärfen, kann die Privat- oder Geschäftsbeziehung oftmals dauerhaft erhalten werden. Im Gegensatz zum gerichtlichen Urteil gibt es nach einer Mediation keine Verlierer und damit auch keinen Gesichtsverlust. Im Idealfall stellt der erzielte Konsens eine echte Win-Win-Lösung dar. Der Prozess der Mediation fördert zudem die Kommunikations- und Konfliktlösungsfähigkeit der Parteien. Da Konflikte oftmals auf Defizite in der Kommunikation zurückzuführen sind, trägt die Mediation zudem zur Verbesserung des Unternehmensimages bei.

Informationen für die Presse: Annett Munterer
 

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