Frühjahrsbelebung bleibt aus - IHK-Geschäftsklimaindikator sinkt um 14,5 Punkte

2005-05-31

Im Mai hat sich die Stimmungslage bei den Unternehmen im IHK-Bezirk Frankfurt am Main verschlechtert. Der IHK-Geschäftsklima-Indikator, der zwischen 0 und 200 Punkten schwanken kann, sank um 14,5 Punkte und liegt nun bei 97,5 Punkten. 

Der Rückgang des Geschäftsklima-Indikators ist vor allem auf die wieder verhalteneren Erwartungen der Unternehmen zurückzuführen. In der aktuellen repräsentativen Konjunkturumfrage unter 1200 Unternehmen gaben 26,5 Prozent an, dass sie eine eher ungünstigere Entwicklung ihres Unternehmens in den nächsten Monaten erwarten. Dagegen gehen 24,6 Prozent von einer Verbesserung aus. Auch die Einschätzung der aktuellen wirtschaftlichen Situation hat sich gegenüber Jahresanfang etwas verschlechtert. Immerhin bewerten aber noch 75,9 Prozent der Unternehmen ihre Situation als „gut“ oder „befriedigend“. Jedes vierte Unternehmen im IHK-Bezirk beurteilt die eigene Lage als „schlecht“. „Das Wirtschaftswachstum wird angesichts der aktuellen Werte niedriger ausfallen als noch vor ein paar Monaten erwartet. Wichtig ist es jetzt, alles daran zu setzen, damit nachhaltig ein positives Investitionsklima entsteht“, so IHK-Chefvolkswirt Dr. Rainer Behrend.

Deutlich besser als in den meisten anderen Branchen beurteilt das Gastgewerbe die aktuelle Situation. Insbesondere die Beherbergungsbetriebe profitieren von einem im Vergleich zum Vorjahr lebhafteren Messe- und Kongressgeschäft. Angesichts zum Teil rückläufiger Auftragseingänge seit Jahresbeginn hat sich vor allem die Stimmung im Produzierenden Gewerbe verschlechtert. Belastend wirken sich der hohe Ölpreis und die nach wie vor geringe Investitionsbereitschaft im Inland aus. Der Einzelhandel leidet weiterhin unter der schwachen Binnenkonjunktur. Jeder zweite Einzelhändler beurteilt seine Situation als „schlecht“. 28,8 Prozent  befürchten eine weitere Verschlechterung ihrer Lage in den nächsten Monaten.

Trotz der insgesamt verschlechterten Stimmungslage in den Unternehmen zeigt sich der Arbeitsmarkt in der Region stabil. Im April sank die Zahl der Arbeitslosen trotz der statistischen Sonder-Effekte durch Hartz IV gegen den Bundestrend leicht. Die Bereitschaft der Unternehmen, neue Stellen zu schaffen, hat jedoch wieder abgenommen. 

Frühsommer 2005









Historische Werte


          Jahresbeginn 2005                                                        2. Quartal 2004


                                 




Informationen für die Presse: Annett Munterer
 

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