IHK zum Urban Entertainment Center

2005-07-01

Die Entwicklung der Stadt Frankfurt und der Region hängt in hohem Maße davon ab, ob Investoren für zukunftweisende Projekte gewonnen werden können. Um im internationalen Metropolenwettbewerb bestehen zu können, sind solche Investitionen unabdingbar, zumal sie Signalcharakter für weitere Projekte, insbesondere auch aus dem Ausland, besitzen. Das UEC könnte daher auf internationalem Niveau eine Attraktivität werden, von der die Stadt Frankfurt als Zentrum der Region FrankfurtRheinMain profitieren würde. Aus Sicht der IHK Frankfurt ist entscheidend, dass das Urban Entertainment Center räumlich wie funktional verträglich in die gesamtstädtische und regionale Struktur integriert wird. Es muss vermieden werden, dass das UEC kannibalisierend auf die gewachsene Struktur der Innenstadt / Zeil wirkt. Deshalb kommt es insbesondere auf zwei Bedingungen an:
  1. Die Nutzungsbausteine mit den Schwerpunkten Handel, Entertainment, Kultur und Gesundheit sind langfristig als verbindliche Bestandteile des UEC festzuschreiben, um zu vermeiden, dass stattdessen ein herkömmliches Einkaufszentrum errichtet wird.
  2. Die vorgelegte Konzeption muss stringent auf eine Stärkung von Frankfurt als Metropolregion ausgerichtet sein, mit dem Ziel, sowohl Kaufkraft, die aus Frankfurt bislang abfließt, zurück zu gewinnen, als auch zusätzliche Kaufkraft aus der Region für Frankfurt zu gewinnen.
Dann kann es gelingen, zusätzliche Arbeitsplätze und zusätzlichen Umsatz zu generieren.  „Mit ihrer gestrigen Entscheidung hat die SPD der wirtschaftlichen Attraktivität und Zukunftsentwicklung der Stadt Frankfurt keinen guten Dienst erwiesen“, kommentiert der IHK Präsident Dr. Joachim v. Harbou und fährt fort: „Ich bedauere, dass die SPD Fraktion sich nicht bei ihrer Entscheidung den Argumenten der IHK erschlossen hat“. Die Entscheidung der SPD, das UEC abzulehnen, ist ein negatives Signal für die Handlungsfähigkeit der Stadt Frankfurt. Es hätte die Möglichkeit bestanden, die Investoren aufzufordern, unzureichende Punkte nachzubessern.

Informationen für die Presse: Annett Munterer
 

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