Wirtschaft und Stadt handeln gemeinsam für die Zukunft Frankfurts<br>Magistrat und IHK-Spitze diskutieren wirtschaftliche Entwicklung von Frankfurt beim Treffen in der Industrie- und Handelskammer

2005-11-09

„Vergleichbare Ausschreitungen wie derzeit in Frankreich sind in Frankfurt sicherlich nicht zu erwarten“, diese Einschätzung hat Oberbürgermeisterin Petra Roth während eines Treffens zwischen dem Präsidium der IHK und dem Magistrat der Stadt Frankfurt geäußert.  In Frankfurt gebe es seit vielen Jahren eine für andere Städte vorbildliche Integrationsarbeit. Die Oberbürgermeisterin hob vor allem die Arbeit des Integrationsdezernenten Albrecht Magen hervor und das Projekt „Soziale Stadt“. Bürgermeister Achim Vandreike lobte den wichtigen Beitrag der Vereine zur Integration von Ausländern. IHK-Präsident Dr. Joachim v.  Harbou sagte, auch die Wirtschaft trage u.a. mit ihrem Projekt „Internationale Unternehmen bilden aus“ wesentlich zur Integration junger Ausländer bei, denen dadurch verstärkt Ausbildungsmöglichkeiten angeboten würden. „Die IHK ist auch gern bereit, die Initiative von Stadtrat Magen zur stärkeren Einbindung der Eltern in die Integrationsarbeit zu unterstützen“, ergänzte v. Harbou.

Um die Position Frankfurts als erstklassigen Standort im internationalen Metropolenwettbewerb zu sichern und auszubauen, wurden wichtige Handlungsfelder definiert. Einig waren sich die Vertreter von Stadt und Wirtschaft, die Attraktivität für internationale Organisationen und Unternehmen weiter zu steigern. Die IHK und die Stadt setzen sich  gemeinsam dafür ein, ein Zentrum der internationalen Schiedsgerichtsbarkeit in Frankfurt zu etablieren und die Anerkennung eines solchen Frankfurt International Arbitration Centers als Kooperationsstelle der ICSID, Schiedsgerichtsorganisation der Weltbank, zu erreichen. (>>Weitere Informationen)

Hinsichtlich der künftigen Entwicklung der Innenstadt besteht Übereinstimmung darüber, dass die Steigerung ihrer Attraktivität als oberstes Ziel angestrebt werden muss. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Verkehrsinfrastruktur. „Frankfurt braucht eine funktionsfähige und standortgerechte Infrastruktur. Der Aktionsplan Luftreinhaltung sollte daher mit Augenmaß umgesetzt werden. Flächendeckende Fahrverbote sind keine Lösung“, machte v. Harbou deutlich. Stadträtin Jutta Ebeling wies darauf hin, dass der Aktionsplan von der Landesregierung beschlossen und mit „sehr harschen Vorgaben“ versehen worden sei. Das Präsidium der IHK bleibt bei seiner Auffassung, dass die beschlossene Sperrung der Hauptwache für den Nord-Süd-Verkehr zurückzunehmen sei, um langfristig die Erreichbarkeit der City zu gewährleisten. Der Planungsdezernent Edwin Schwarz legt dar, dass durch die geplanten neuen Parkplätze auf dem MAB-Gelände zusätzlicher Verkehr entstehe, der eine neue Verkehrsführung an der Hauptwache erforderlich mache.

Beide Seiten betonen die Bedeutung des Neubaus der EZB für den Standort Frankfurt. Insbesondere das Ostend werde dadurch einen beträchtlichen Entwicklungsschub als Wirtschaftsstandort und Wohnbereich erfahren. Dazu sei es notwendig, dass auch die Vorhaben im Umfeld des Projektes zeitgerecht vorangetrieben werden. Besondere Bedeutung komme dabei den Maßnahmen der Verkehrserschließung wie der Sanierung der Honsellbrücke und dem Bau einer neuen Mainbrücke zu.


Informationen für die Presse: Annett Munterer


 

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