Rhein-Main besser touristisch vermarkten<br>Touristische Kooperation der IHKs Wiesbaden, Mainz und Frankfurt

2005-11-10

Mit jährlich mehr als neun Millionen Übernachtungen und gut 70.000 Hotelbetten gehört das Rhein-Main-Gebiet zu den führenden Tourismusregionen in Deutschland. Den Schwerpunkt bilden Tagungen, Kongresse und Geschäftsreisen. Zwar engagieren sich 13 verschiedene Organisationen dafür, die Rhein-Main-Region als Ganzes voranzubringen, allerdings fehlt es nach wie vor an einem einheitlichen Selbstverständnis der Region und an einer engen Verzahnung auf dem Gebiet des Tourismus.

Aus diesem Grunde haben die Industrie- und Handelskammern Wiesbaden, Rheinhessen (Mainz) und Frankfurt jetzt ihre Kooperationen verstärkt und die „Gesprächsrunde Tourismus“ etabliert. Ein Ergebnis daraus ist die aktuell beim Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Institut für Fremdenverkehr e.V. an der Universität München (dwif) in Auftrag gegebene Studie „Analyse der touristischen Vermarktung der Region Rhein-Main“. Und erstmalig veranstalten die drei IHKs am 6. Dezember ein gemeinsames Tourismusforum in Wiesbaden. Dieses Forum soll jährlich rotierend in einer der drei IHKs stattfinden.

„Für eine erfolgreiche touristische Vermarktung des Rhein-Main-Gebietes im Destinationsmanagement müssen alle Kräfte gebündelt werden, damit die die Vielzahl der Aktivitäten nicht verloren geht. Dabei wollen wir die Gemeinsamkeiten herausstellen und diese vereinen. Fest steht: Die wirtschaftliche Vernunft wird uns im Rhein-Main-Gebiet zusammen bringen – schneller als die Politik es tut“ erklärt Karl Nüser, Vorsitzender des Tourismusausschusses der IHK Wiesbaden.
                                                                                                                                    
„Wir wollen die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber anderen Metropolregionen wie Paris und London aber auch Städten wie Hamburg, Berlin und München, steigern. Frankfurt ist alleine zu klein und benötigt die Infrastruktur der angrenzenden Städte und umgekehrt. Wir wollen dazu beitragen, dass das gesamte Rhein-Main-Gebiet mit seinen über 4 Millionen Einwohnern nicht nur im Ausland, sondern auch überregional im Inland gemeinsam auftritt und sich touristisch vermarktet“, unterstreicht auch Walter Krombach, Vorsitzender des Tourismusausschusses der IHK Frankfurt am Main.

Nicht anders sieht es August Moderer, der den Vorsitz des Tourismusausschusses der IHK Rheinhessen führt: „Es gilt, Schnittstellen herzustellen und die Region aus einer Hand professionell zu vermarkten. Wir wollen in der Öffentlichkeit das Bewusstsein schärfen, dass die Region nur durch Kooperationen voranzubringen ist, aber auch selbst die Rolle übernehmen, vorhandene Aktivitäten in Rhein-Main zu bündeln.

Ein wichtiges Thema der Zusammenarbeit ist für die Industrie- und Handelskammern die Frage nach der Wahrnehmbarkeit der Region. Dafür ist nicht nur ein Name sondern eine Marke erforderlich, die ein bestimmtes Image des Rhein-Main-Gebietes im touristischen Bereich transportiert. Bei dieser Fragestellung soll ebenfalls an vorhandene Ansätze angeknüpft werden. Schließlich soll durch gemeinsame touristische Aktivitäten die Akzeptanz der Marke Rhein-Main gefördert werden.

Informationen für die Presse: Annett Munterer

 

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