1. Frankfurter Existenzgründungsforum: Selbständigkeit muss die Aura des Besonderen verlieren

2006-02-15

„Wir brauchen mehr Existenzgründer, wir brauchen mehr mutige, kreative und risikobereite Menschen, die nicht auf bessere Zeiten hoffen und warten, sondern selbst etwas unternehmen“, sagte IHK Präsident Dr. v. Harbou anlässlich des 1. Frankfurter Existenzgründungsforums am 15. Februar 2006 in der IHK Frankfurt am Main.

Dr. v. Harbou forderte: „Selbständigkeit muss in unserem Land die Aura des Exotischen verlieren und zu einer normalen, selbstverständlichen Alternative der eigenen beruflichen Planung werden. Dazu muss insbesondere an den Rädchen des Bildungssektors gedreht werden. Nur ein Bildungssystem, in dem Selbständigkeit als Leitbild fest verankert ist, schafft einen fruchtbaren Nährboden für eine Kultur der Selbständigkeit. Notwendig ist vor allem eine Veränderung in den Köpfen!“

Insbesondere staatliche Schulen und Hochschulen würden zu wenig dazu beigetragen, unternehmerische Selbständigkeit als ein Ziel der Lebensplanung der Schüler und Studenten positiv darzustellen. Unternehmerische Selbständigkeit dürfe jedoch kein Randthema an den Schulen und Hochschulen mehr sein. In allen Phasen der Ausbildung sollten Schüler und Studenten mit den Chancen und Risiken einer selbständigen Tätigkeit vertraut gemacht werden. Dies reiche von entsprechender Gestaltung der Schulbücher über die Organisation von Projektwochen „Wirtschaft“ in den Schulen bis zur Gründung von Existenzgründungslehrstühlen an Universitäten. „Es gilt, unternehmerische Selbständigkeit durchgängig von der Grundschule bis hin zur Universität in die Lehrpläne aufzunehmen“, so Dr. v. Harbou.

Nachholbedarf bestehe auch hinsichtlich der Transparenz der Beratungs- und Qualifzierungsangebote für Gründer. Die IHK Frankfurt habe sich deshalb im Rahmen ihrer Initiative „StarterCenter Hessen“ die faktische Vernetzung der knapp 50 fördernden Institutionen in der Region zum Ziel gesetzt. Als Lotse wolle sie den Weg durch das Netzwerk weisen und das Informations- und Dienstleistungsangebot der am Gründungsgeschehen beteiligten Institutionen durchschaubarer machen.

Hintergrund zum 1. Frankfurter Existenzgründungsforum

Initiatoren des 1. Frankfurter Existenzgründungsforums sind die Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main, die Handwerkskammer Rhein-Main, die Wirtschaftsförderung Frankfurt, das RKW Hessen und das F.A.Z.-Institut für Management-, Markt- und Medieninformationen. Ziel des Existenzgründungsforums ist es, die Menschen in der Region FrankfurtRheinMain zum Schritt in die Selbständigkeit zu ermutigen und die Umsetzung von Geschäftsideen konkret zu unterstüzten. Ausführliche Informationen sind bei der IHK unter der Rufnummer: 069/2197-1277, E-Mail: i.eskuche@frankfurt-main.ihk.de oder im Internet unter  www.frankfurt-main.ihk.de  in der Rubrik Starthilfe und Unternehmensförderung erhältlich.


Informationen für die Presse: Dr. Wolfgang Dobler
 

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