Große Koalition mit gutem Start – Bewährungsprobe steht noch aus

2006-02-28

Die ersten 100 Tage der neuen Großen Koalition auf Bundesebene gehen zu Ende. Zeit für die IHK Frankfurt am Main eine erste Bilanz aus Sicht der regionalen Wirtschaft zu ziehen.

„Der Start war gut; allerdings waren die Voraussetzungen auch nicht schlecht. Denn auch die Wirtschaft war des ewigen Hick-Hacks in der Endphase der Regierung Schröder überdrüssig“, so die Einschätzung von Matthias Gräßle, Hauptgeschäftsführer der IHK Frankfurt am Main. Die IHK-Konjunkturumfrage von Januar 2006 deutet auf einen Stimmungsaufschwung in der regionalen Wirtschaft hin. Allerdings sind die wirtschaftspolitischen Signale der Bundesregierung nicht eindeutig.

„Die Messlatte wird die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt sein. Hier liegt der Schlüssel zum Erfolg. Notwendig bleibt, die Unternehmensteuerreform anzupacken, die Sozialversicherungssysteme zu reformieren und überflüssige Bürokratie abzubauen“, erläutert Gräßle die anstehenden Herausforderungen. Der Bundesregierung fehlt ein übergeordneter ordnungspolitischer Leitgedanke, der auch für die Unternehmen wichtig wäre, um sich auf Herausforderungen besser einstellen zu können. „Die Politik der kleinen Schritte darf nicht zu einem unkoordinierten Hin und Her verkommen“, mahnt Gräßle.

Infomationen für die Presse: Alexander Schaub

 

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