IHK-Forderungen zur Wahl des Landrates am 26.03.2006

2006-03-15

In den letzten Jahren gehörte der Hochtaunuskreis zu den überdurchschnittlich prosperierenden Landkreisen in Deutschland. Damit auch in Zukunft der Hochtaunuskreis zu den führenden Wachstumsregionen zählen kann, müssen die Standortbedingungen stetig verbessert werden. Vor diesem Hintergrund hat die IHK Erwartungen der gewerblichen Wirtschaft an den zukünftigen Landrat formuliert.

Die Weiterentwicklung des Kreises als Wirtschafts- und Wohnstandort ist entscheidend abhängig von einer leistungsfähigen Verkehrsinfrastruktur. Vorrangig sind Lösungen zum Beispiel für den Ausbau der Saalburgchaussee/PPR-Kreuzung, die Nordumgehung Usingen, die Verbesserung des Durchgangsverkehrs in Kronberg und den Ausbau der B 8 zu finden. Hier sollte der Landrat zielführend und visionär moderieren. „Wir erwarten vom künftigen Landrat zudem ein klares Bekenntnis zum Ausbau des Frankfurter Flughafens im Rahmen der Ergebnisse des Mediationsverfahrens. Für viele Unternehmen ist der Flughafen der mit Abstand wichtigste Standortfaktor in der Region überhaupt“, so IHK-Vizepräsident Horst Platz.

Auf Grund der zunehmenden internationalen Verflechtung spielt die Telekommunikationsinfrastruktur als Standortfaktor eine immer größere Rolle. Noch immer sind jedoch große Teile des Hochtaunuskreises bei DSL-Anschlüssen unterversorgt. Die gewerbliche Wirtschaft erwartet daher vom Landrat, dass er den Ausbau des Telekommunikationsnetzes aktiv unterstützt.

Besondere Wachstumgsperspektiven im Hochtaunuskreis haben zum Beispiel die Gesundheitswirtschaft und die unternehmensbezogenen Dienstleister (z. B. Unternehmensberatungen und Finanzdienstleister). Auch durch die vielfältigen touristischen Attraktionen ergeben sich gute Chancen für die Region. Es bleibt wichtig, dass der Landrat sich in den entsprechenden touristischen Gremien für eine bessere Verzahnung der touristischen Angebote und für ihre zielgruppengerechte Vermarktung einsetzt. „Die vielfältigen Aktivitäten der Taunus-Touristik-Service zur Vermarktung der Destination Taunus müssen auch in Zukunft durch den Landrat nachhaltig unterstützt und vorangetrieben werden“, so IHK-Vizepräsident Horst Platz.

Schließlich erwartet die gewerbliche Wirtschaft vom Landrat auch die aktive Unterstützung von Stadtmarketingprozessen, um bessere Voraussetzungen für einen funktionsfähigen Einzelhandel und die Urbanität der Städte und Gemeinden im Hochtaunuskreis zu schaffen. Für das seit Jahren leer stehende ehemalige Landratsamt in der Louisenstraße in Bad Homburg muss endlich eine Nachnutzung gefunden werden. 

Informationen für die Presse: Annett Munterer

 

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