„Chinesen verbessern Schutz geistigen Eigentums“

2006-03-21

„Die chinesische Regierung hat endlich erkannt, dass sie den Schutz des geistigen Eigentums nicht nur wegen der Klagen ausländischer Unternehmen, sondern vor allem auch im Interesse der eigenen, chinesischen Wirtschaft gebührend durchsetzen muss. Das begrüßen und unterstützen die deutschen Unternehmen in China“, so Alfred Wewers, President & CEO, ThyssenKrupp China Ltd. und Vorsitzender des Vorstandes der Deutschen Handelskammer in der VR China. Die Wachstumsdynamik des chinesischen Marktes ist hoch. Wewers konkretisiert: „Zwischen 2005 und 2010 wird eine durchschnittliche Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 8,2 Prozent erwartet. Es ist damit zu rechnen, dass China das BIP Deutschlands im Jahr 2011 und das Japans im Jahr 2021 eingeholt hat."

China ist weit mehr als eine ‚verlängerte Werkbank’. „China hat im neuen Fünf-Jahresplan angekündigt, die Ausgaben für Forschung und Entwicklung zu verdoppeln. Bereits jetzt studieren 11 Millionen Chinesen an Universitäten und Hochschulen, davon 3,6 Millionen in den Ingenieurswissenschaften“, erläutert Jutta Ludwig, Geschäftsführerin der Deutschen Handelskammer in der VR China. Chinesische Unternehmen werden in den kommenden Jahren massiv auf dem Weltmarkt auch mit hoch entwickelten Produkten auftreten und den Wettbewerb intensivieren. Auch im Lande selbst müssen sich deutsche Unternehmen neuen Herausforderungen stellen. Ludwig erklärt:  „Die chinesischen Verhandlungspartner üben massiven Druck aus, um ausländische Unternehmen zum Technologietransfer zu bewegen. Damit die deutschen Unternehmen nicht mehr Know-how weitergeben, als mit Blick auf den Wettbewerb nötig ist, helfen nur eine klare, langfristige Marktstrategie und gute Marktkenntnisse.“

Informationen für die Presse: Annett Munterer
 

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