Wirtschaft weiter im Aufwind
IHK-Geschäftsklimaindikator steigt auf 122,3 Punkte

2006-05-12

Die überaus positive Stimmung der Unternehmen im IHK-Bezirk Frankfurt am Main (Stadt Frankfurt, Hochtaunuskreis, Main-Taunus-Kreis) hält an. Das Wachstumstempo kann sich gegenüber dem Frühjahr sogar noch leicht beschleunigen. Der IHK-Geschäftsklimaindikator steigt auf hohem Niveau um weitere 2,8 Punkte auf 122,3 Zähler. (Der Indikator kann zwischen 0 und 200 Punkten schwanken). Dies zeigt die aktuelle repräsentative Konjunkturumfrage zum Frühsommer 2006 unter 1.200 Mitgliedsunternehmen.

Jedes dritte Unternehmen im IHK-Bezirk bezeichnet seine aktuelle Lage als „gut“, nur noch 11,9 Prozent hingegen als „schlecht“. Weitere 54,7 Prozent bewerten ihre derzeitige Situation als „befriedigend“. Noch positiver zeigt sich das Bild der Erwartungen über die künftige Entwicklung. Mehr als jedes dritte Unternehmen rechnet in den kommenden Monaten mit einer weiteren Verbesserung der eigenen Lage. Nur 15 Prozent der Unternehmen erwarten eine schlechtere zukünftige Entwicklung.

Der Aufschwung ist nun auch auf die Binnenkonjunktur übergesprungen. Das inländische Konsum- und Investitionsklima zeigt sich zunehmend freundlicher. Der IHK-Investitionsindikator ist um 4 Punkte auf 11,5 Zähler gestiegen. (Der Indikator kann zwischen -100 und 100 Punkten schwanken). Der positive Trend hat sich damit weiter gefestigt. Jedes vierte Unternehmen plant eine Verstärkung der eigenen Investitionsaktivitäten. „Vor diesem Hintergrund ist es wichtig, das wieder erstarkende Vertrauen in den Standort Deutschland weiter zu festigen und endlich eine Unternehmenssteuerreform mit einer merklichen Entlastung für den Mittelstand voranzubringen. Die aktuellen Vorschläge, eine Unternehmenssteuerreform mit der Einführung einer so genannten Reichensteuer auch auf gewerbliche Einkünfte zu beginnen, ist das falsche Signal für den Investitionsstandort“, so Vizepräsidentin der IHK Frankfurt und Vorsitzende des DIHK-Mittelstandsausschusses Dagmar Bollin-Flade.

Bewegung zeigt sich auch auf dem Arbeitsmarkt. Die positive Stimmung strahlt wieder auf die Beschäftigungslage aus. Im Jahresverlauf ist mit einer leichten Steigerung der Beschäftigtenzahlen zu rechnen. Mehr als jedes sechste Unternehmen im Bezirk der IHK Frankfurt plant bis zum Jahresende zusätzliche Stellen zu schaffen.

Auch der Einzelhandel spürt eine steigende Nachfrage. Der Konjunkturklimaindex für den Einzelhandel ist gegenüber dem Vorquartal um 12,2 Punkte auf 104,8 Zähler gestiegen. Der Handel zeigt sich so optimistisch wie schon lange nicht mehr: 23,8 Prozent bewerten ihre derzeitige Geschäftslage als „gut“, nur noch 21,4 Prozent als „schlecht.“ Die Branche rechnet aufgrund der drohenden Mehrwertsteuererhöhung im kommenden Jahr mit entsprechenden Vorzieheffekten und einer kurzfristigen Konsumbelebung in der zweiten Jahreshälfte.

„Die derzeitige Dynamik wird zum Jahreswechsel einen deutlichen Dämpfer erfahren. Die geplante Mehrwertsteuererhöhung und zahlreiche neue Belastungen stellen das größte Steuererhöhungsprogramm in der Geschichte Deutschlands dar und werden die Binnenkonjunktur hart treffen“, prognostiziert Dagmar Bollin-Flade.


Informationen für die Presse: Annett Munterer

 

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