Intelligente Lösungen statt Fahrverbot

2006-05-19


„Fahrverbote helfen nicht, wir brauchen intelligentere Lösungen“, erklärt Michael König, Vizepräsident der IHK Frankfurt am Main. Die Feinstaubbelastung könne durch Fahrverbote für ältere Dieselfahrzeuge nicht gesenkt werden. Derart drastische und kurzsichtige Maßnahmen seien vor Abschluss des Verfahrens zur Revision der Luftqualitätsrahmenrichtlinie in Brüssel nicht hilfreich. Zudem sei eine solche Maßnahme weder verursachergerecht noch verhältnismäßig.

„Der administrative Aufwand, beispielsweise um Schilder aufzustellen, Plaketten zu vergeben oder den Verkehr zu überwachen, steht in einem krassen Missverhältnis zum möglichen Nutzen“, kritisiert König. Die Zahl der betroffenen Fahrzeuge sei klein und nehme durch die ständige Erneuerung der Fahrzeugflotte stetig ab. Als lokal begrenztes Verbot werde eine Umweltzone darüber hinaus lediglich zu Verkehrs- und somit Emissionsverlagerungen führen. Ein großer Teil der Belastung entstehe nämlich gar nicht in der Stadt selbst, sondern werde durch den Wind hineingetragen. „Unsachlicher Aktionismus wird zum Bumerang – die Stadt schadet sich selbst. Auf keinen Fall darf der Wirtschafts- und Anlieferverkehr beschränkt werden“, stellt König klar. König weist darauf hin, dass es die IHK war, die auf die Stadt zugegangen ist, um das Problem der Luftreinhaltung sachlich und lösungsorientiert zu diskutieren. Jetzt sollten zunächst die Auswirkungen der mit der Stadt vereinbarten Maßnahmen abgewartet und optimiert werden. „Uns eint das Ziel, die Lebensqualität in Frankfurt zu verbessern“, so König abschließend.


Informationen für die Presse Annett Munterer

 

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