Feinstaub: Städte und Kommunen erhalten mehr Flexibilität

2006-06-27


„Das Europaparlament beginnt, seine eigenen Fehler zu korrigieren. Die Frankfurter Verkehrswirtschaft begrüßt das ausdrücklich“, lobt Michael König, Vizepräsident der IHK Frankfurt am Main. Der Umweltausschuss des Europäischen Parlaments will Kommunen mehr Spielraum bei der Reduktion der Feinstaubbelastung einräumen. Künftig sollen bis zu 55 Überschreitungen der Tagesgrenzwerte zulässig sein (bisher 35) und die Kommunen für die Einhaltung der Vorschriften einen Aufschub von fünf Jahren erhalten. Dennoch hält der Umweltausschuss am falschen Ansatz der Richtlinie fest. Die Luftverschmutzung kann effektiv nur an der Quelle und nicht am Ort der Belastung bekämpft werden.

Die europäische Politik kommt einer zentralen Forderung der IHK-Organisation nach und berücksichtigt, dass ein Großteil der Feinstaubbelastungen vom Menschen nicht beeinflussbar ist. „Die Stadt Frankfurt sollte die neuen europäischen Entwicklungen abwarten und aktionistische, kurzfristige Maßnahmen unterlassen. Die Umweltzone muss vom Tisch“, fordert König. Straßensperrungen führen lediglich zu Ausweichverkehren und damit zu Mehrbelastungen an anderer Stelle.

Die Luftqualität zu verbessern, ist eine langfristige Aufgabe. Der technologische Wandel hat in der Vergangenheit am stärksten beigetragen, die Feinstaubbelastung zu verringern. Sukzzessive werden ältere Fahrzeuge und Verbrennunganlagen durch neue, effizientere ersetzt und entlasten so die Luft. „Bevor weitere Maßnahmen ergriffen werden, muss zunächst abgewartet werden, was die Euro-VI-Norm für Lastkraftwagen bringen wird", schließt König.


Informationen für die Presse: Annett Munterer
 

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