Erwartungen der Frankfurter Wirtschaft an den Planungsverband

2006-07-12


„Die Aktivitäten des Planungsverbandes innerhalb des Verbandsgebietes besitzen Ausstrahlungsfunktion auf die gesamte Region FrankfurtRheinMain. Insofern kann er einen bedeutenden Beitrag zur Weiterentwicklung der Gesamtregion leisten“, erklärte Dr. Joachim v. Harbou, Präsident der IHK Frankfurt am Main, mit Blick auf die konstituierende Sitzung der Verbandskammer am 12. Juli. Aus Sicht der IHK Frankfurt muss der Planungsverband drei Themen zügig angehen:
  1. Flughafen Frankfurt ausbauen: Die Mediationsgruppe hat den Rahmen der weiteren Flughafenentwicklung abgesteckt. Um die Belastungen für Wohn- und Gewerbestandorte bei einem Ausbau gering zu halten, muss die Abwicklung am Flughafen optimiert, der Anti-Lärm-Pakt vollständig umgesetzt, das Regionale Dialogforum gestärkt und ein Nachtflugverbot eingeführt werden. „Der Flughafen ist ein wichtiger Wachstumsmotor für die Region, die Frankfurter Wirtschaft erwartet deshalb von allen politisch Verantwortlichen ein klares Bekenntnis zum Ausbau“, stellte Dr. v. Harbou klar.
  2. Flexible Flächenausweisung: Der permanente Wandel der Wirtschaft schlägt sich auch in der Nachfrage nach Gewerbe- und Büroflächen nieder. „Wirtschaftswachstum lässt sich nicht planen, deshalb sollte flexibler reagiert werden, wenn sich Änderungsanträge zu bestehenden Flächenausweisungen aus den betrieblichen Anforderungen ergeben“, betonte Dr. v. Harbou.
  3. Autohof einrichten: Rhein-Main fehlt ein leistungsfähiger Autohof. Viele LKW fahren bis ins Stadtgebiet, parken dort und belasten den lokalen Verkehr. Die zurzeit in Planung befindliche Raststätte „Taunusblick“ an der A 5 vor dem Nordwestkreuz bietet entsprechende Erweiterungsflächen. Diese sollten für einen Autohof planungsrechtlich vorgesehen und freigegeben werden.

„Frankfurt ist eine wichtige Logistikdrehscheibe und braucht effektive Schnittstellen zwischen Straßen-, Schienen-, Wasser- und Flugverkehr. Deren vorausschauende Planung ist eine regionale Aufgabe; hier muss sich der Planungsverband kompetent einbringen“, fasst Dr. v. Harbou zusammen.


Informationen für die Presse: Annett Munterer
 

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