Bau- und Immobilienbranche ist eines der stärksten Cluster der Region

2007-05-31


Die Metropolregion FrankfurtRheinMain verfügt über eine Vielzahl strategischer Wachstumsbranchen. Dazu zählen neben der international geprägten Finanz- und Dienstleistungsbranche, die chemische Industrie sowie die Bereiche Automation, Automotiv, Logistik, Werbung und Telekommunikation. Die Bau- und Immobilienbranche wird in diesem Zusammenhang selten genannt. Dabei ist dieser Wirtschaftszweig eines der Schwergewichte in der Region, der zugleich sämtliche Kriterien eines erfolgreichen Clusters erfüllt. So das Ergebnis der aktuellen Studie „Die Bau- und Immobilienwirtschaft in FrankfurtRheinMain - Märkte | Entwicklungen | Strukturen | Bedeutung“ des IHK-Forums Rhein-Main, die am 31. Mai von Hartwig Rohde, Geschäftsführer des IHK-Forums Rhein-Main, Dr. Rainer Behrend, Geschäftsführer der IHK Frankfurt am Main und Dr. Mathias Müller, Vizepräsident der IHK Frankfurt am Main offiziell vorgestellt wurde.

„Um überhaupt von einem Cluster sprechen zu können, braucht es eine kritische Masse von Firmen, die sich zudem in räumlicher Nähe zueinander befindet und deren gemeinsame Interaktionen sich entlang einer Wertschöpfungskette ergänzen“, erläutert Dr. Mathias Müller. Erst wenn diese Bedingungen erfüllt seien, könne ein Wachstumspol entstehen, der für alle Beteiligten und die Region einen erheblichen Wettbewerbsvorteil darstelle. „Die Untersuchung der IHK ergab, dass in der Region FrankfurtRheinMain über 34.000 Unternehmen der Bau- und Immobilienwirtschaft knapp 140.000 sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse bieten“, so Hartwig Rohde. „Die Branche erwirtschaftet eine Bruttowertschöpfung in Höhe von 27 Mrd. €.“ Das entspreche einem Anteil von 16% an der gesamten Bruttowertschöpfung in der Region. Angesichts dieser Kennzahlen werde deutlich, dass die Bau- und Immobilienwirtschaft zweifelsfrei zu den wirtschaftlichen Schwergewichten der Region gehöre. „Das anhand von belastbaren Fakten zu untermauern war eine der zent

rale Aufgabenstellungen für unsere Untersuchung“, erklärt IHK-Geschäftsführer Dr. Rainer Behrend. Mit der vorgelegten Studie wurde erstmalig eine umfassende Bestandsaufnahme der wichtigsten Immobilienmärkte in FrankfurtRheinMain erarbeitet. Die Bevölkerungsentwicklung wurde ebenso thematisiert wie die Veränderung und Struktur der Flächennutzung und die Struktur der Haushalte. Anhand der umfangreichen Übersicht über die Entwicklung und dem aktuellen Bestand der Marksegmente Wohnen, Büro- und Einzelhandelsflächen werde deutlich, dass die Immobilienwirtschaft sichtbaren Einfluss auf die Stadt- und Standortentwicklung habe und somit auch einen messbaren Beitrag zur Zukunftssicherung der Region leiste.

Innovationsprozesse fördern
„Das Ziel muss jetzt sein, die verschiedenen regionalen Wachstumskerne stärker zu vernetzen, um Innovationsprozesse zu beschleunigen“, so das Fazit des IHK-Vize Dr. Müller. „Denn je besser die verschiedenen Wirtschaftszweige zusammen agieren, desto kürzer werden die time-to-market-Zyklen.“ Die Region habe damit die einzigartige Chance, im stärker werdenden überregionalen und globalen Wettbewerb immer eine Nasenlänge voraus zu sein. „Die Region FrankfurtRheinMain könnte viel mehr tun, um aus ihrer Vielfalt Kapital zu schlagen“,  sagt Mathias Müller. Es sei fatal anzunehmen, Wachstum fände per se statt. Vielmehr gehe es darum, die Rahmenbedingungen kontinuierlich zu verbessern, damit die Region FrankfurtRheinMain auch künftig ein attraktiver Arbeits-, Lebens-, Wohn- und Wirtschaftsstandort ist.

Die Studie kann als pdf-Datei auf den Internetseiten der IHK Frankfurt unter www.frankfurt-main.ihk.de/Immobilienstudie kostenfrei herunter geladen werden. Als Printversion ist sie im IHK-Service-Center (Tel. 069-2197-1280), Schillerstraße 11, sowie in den IHK-Geschäftsstellen Bad Homburg, Louisenstraße 105, und Hofheim, Kirschgartenstraße 6, kostenlos erhältlich.


Informationen für die Presse: Annett Munterer

 

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