Zahl der Haushalte wächst schneller als die Bevölkerung in den Landkreisen

19-07-2007

Im Hochtaunuskreis lag die Bevölkerungsentwicklung zwischen 1995 und 2005 mit 3,5% (+ 7.642 Einwohner) über dem regionalen Durchschnitt von 3,1% (+ 166.625 Einwohner) in FrankfurtRheinMain. Gleiches gilt für den Main-Taunuskreis, dessen Bevölkerungszahl im gleichen Zeitraum um 5,3% (+ 11.239 Einwohner) wuchs. Mit der Bevölkerungszunahme stieg auch die Anzahl der Haushalte in diesen Landkreisen beträchtlich an. Deren Zuwachs betrug zwischen 1990 und 2005 17,6 %, wobei insbesondere die kleinen Haushalte zunahmen: Während die Zahl der Einpersonenhaushalte um 37,8% und die der Zweipersonenhaushalte um 31,8% stiegen, war ein Rückgang bei den größeren Haushalten zu verzeichnen (Dreipersonenhaushalte -17,0%, Vier- und Mehrpersonenhaushalte -3,5%).

„Hinter diesen statistischen Zahlen verbirgt sich ein gesellschaftlicher Wandlungsprozess, der sich im Trend hin zur Kleinfamilie, der Auflösung tradierter Familienstrukturen in Form von Mehrgenerationenhaushalten, der Zunahme der so genannten DINKs (Double Income No Kids) und der Witwenhaushalte niederschlägt“, so IHK-Vizepräsident Horst Platz. Und weiter: „Diese Wachstumszahlen belegen aber auch eindeutig die hohe Ausstrahlungskraft der beiden Taunuslandkreise, die durch ihre Nähe zu Frankfurt, dem Frankfurter Flughafen, der grünen Umgebung und dem Vorhandensein von attraktiven Wohnraum bestechen.“ Denn dieser wird zunehmend zum harten Standortfaktor im Metropolenwettbewerb um die künftigen Entscheider. Gefragt sind in Zukunft hochwertige Wohnungen für Ein- und Zweipersonenhaushalte. Aber auch preiswerter Wohnraum für Familien wird immer wichtiger, denn der demografische Wandel kann nur durch den Zuzug von jungen Familien abgefedert werden. Die Stadtplaner müssen die Rahmenbedingungen für neue Formen des Mehrgenerationen-Wohnens im Taunus schaffen.

Weitere Informationen zur soziodemographischen Entwicklung und zum Immobilienmarkt in der Region können in der vor kurzem vom IHK-Forum Rhein-Main publizierten Studie „Die Bau- und Immobilienwirtschaft in FrankfurtRheinMain – Märkte, Entwicklungen, Strukturen, Bedeutung“ nachgelesen werden.

Als Printversion ist die Studie im IHK-Service-Center, Schillerstraße 11, sowie in den IHK-Geschäftsstellen Bad Homburg, Louisenstraße 105, und Hofheim, Kirschgartenstraße 6, kostenlos erhältlich.


Informationen für die Presse: Annett Munterer
 

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