FrankfurtRheinMain ist bedeutendes europäisches Standbein für chinesische Unternehmen

Neue Studie zur chinesischen Business-Community in Frankfurt und FrankfurtRheinMain erschienen

05.07.2007

Chinesische Firmen sind mittlerweile zahlenmäßig die größte Gruppe unter den asiatischen Unternehmen. Damit haben sie Südkorea und Japan überholt. Insgesamt sind 301 Unternehmen aus der Volksrepublik China im IHK-Bezirk Frankfurt am Main (Stadt Frankfurt, Hochtaunuskreis und Main-Taunus-Kreis) ansässig (Südkorea 266 und Japan 194). Über zweieinhalbtausend Chinesinnen und Chinesen haben die Region zu ihrer neuen Heimat gemacht.

Im Rahmen einer Studienreihe zur Untersuchung von ausländischen Unternehmen im IHK-Bezirk Frankfurt haben die IHK Frankfurt am Main, die FrankfurtRheinMain GmbH International Marketing of the Region, die Stadt Frankfurt – vertreten durch das Bürgeramt, Statistik und Wahlen – sowie die Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH eine Studie zur chinesischen Business-Community veröffentlicht. Diese informiert sowohl über chinesische Unternehmen und Einwohnern als auch über regionale Angebote für chinesische Einwohner, Geschäftsleute und Investoren.

Fast drei Viertel der chinesischen Firmen haben sich innerhalb der Stadtgrenzen Frankfurts niedergelassen, im Main-Taunus- und Hochtaunuskreis waren es 15 bzw. 10 Prozent der Unternehmen. Deutlich mehr als die Hälfte der insgesamt 301 chinesischen Unternehmen sind Handelsunternehmen. Sie sind entweder im Großhandel bzw. in der Handelsvermittlung (50,8 Prozent) oder im Einzelhandel (9,3 Prozent) tätig. Textilien und Lederwaren, Geschenk- und Werbeartikel, Haushalts- und Elektrogeräte spielen bei den Handelsgeschäften die größte Rolle. Dienstleistungsunternehmen wie Rechts- und Unternehmensberatung, PR-Unternehmen oder Marktforschung sowie Unternehmen des Gastgewerbes sind ebenfalls, aber weniger stark, vertreten.

Dank der zentralen Lage als europäischer Verkehrsknotenpunkt und als boomende Wirtschaftsregion mit internationalem Flair findet die Region FrankfurtRheinMain schon seit einigen Jahren regen Zuspruch bei chinesischen Geschäftsleuten. Mit der Zeit hat sich zudem eine ausgeprägte chinesische Infrastruktur mit chinesischen Schulen, Ärzten, Lebensmittelläden und Vereinen entwickelt, die den Standort für Chinesen attraktiv macht. Auch Großunternehmen sind mit Niederlassungen oder Repräsentanzen in der Region vertreten. Dazu zählt unter anderem der chinesische Telekom-Ausrüster Huawei – eines der bekanntesten chinesischen Unternehmen. Das erste Büro in Deutschland wurde 2001 in Eschborn eröffnet, mittlerweile arbeiten hier 180 Mitarbeiter (Stand 2007). Die vier größten Banken Chinas „Bank of China“, „Industrial & Commercial Bank“, „China Construction Bank“ und „Bank of Communication“ haben sich am Finanzplatz Frankfurt niedergelassen. Seit diesem Jahr sind auch zwei chinesische Unternehmen an der Frankfurter Börse gelistet. Im März 2007 wagte die Firma Gongyou Machines Ltd. den Gang aufs Parkett. Am 6. Juli 2007 folgte mit ZhongDe Technology AG, das erste chinesische Unternehmen im Prime Standard an der Deutschen Börse.

Chinesische Unternehmen mit Interesse an der Region finden im In- und Ausland kompetente Ansprechpartner für ihre Anliegen. Die Industrie- und Handelskammern Frankfurt am Main und Darmstadt haben dazu in diesem Jahr extra ein gemeinsames China Competence Center eingerichtet. Hier werden chinesische Unternehmen in der Region betreut. Die Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH betreibt ein China-Desk, das chinesische Unternehmen sowohl bei der Unternehmensgründung als auch bei Aufenthaltserlaubnissen und Fragen zum deutschen Steuer- und Arbeitsrecht unterstützt. Die FrankfurtRheinMain GmbH International Marketing of the Region unterhält seit dem Frühjahr 2006 ein eigenes Repräsentanzbüro in der chinesischen Wirtschaftsmetropole Shanghai. Auf Messen, in Seminaren und im direkten Gespräch mit Unternehmen wirbt sie gezielt für den Investitionsstandort FrankfurtRheinMain und begleitet ansiedlungswillige Unternehmen in allen Bereichen auf ihrem Weg nach Deutschland.

Die Studie ist in deutscher und chinesischer Sprache erschienen. Sie kann im Internet entweder in deutscher oder in chinesischer Sprache heruntergeladen werden.


Informationen fur die Presse: Annett Munterer



 

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