„Mit einer Stimme sprechen, weil man uns sonst nicht hört“

17-09-2008
 
 
Regionale Verfasstheit muss dem Standortprofil dienen
 
In der weiteren Entwicklung der Verfasstheit der Region Rhein-Main müssen nach Auffassung der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main vor allem die Wettbewerbsvorteile gegenüber anderen nationalen und internationalen Wirtschaftsstandorten in den Vordergrund gestellt werden. Anlässlich des Empfangs zum 200jährigen Bestehen der IHK für Gäste aus den Kreisen Hochtaunus und Main-Taunus auf der Saalburg sagte IHK-Präsident Hans-Joachim Tonnellier: “Ziel muss es sein, die Potenziale von Rhein-Main im nationalen und internationalen Wettbewerb noch stärker zu nutzen und herauszustellen.“ Es gebe schon eine ganze Reihe von funktionierenden Formen der Zusammenarbeit, so bei der Regionalplanung, beim Verkehr, der Kultur und vielem mehr. „Wenn es um die Region geht, fangen wir also nicht bei Null an. Aber wir müssen alles dafür tun, mit einer Stimme zu sprechen. Weil man uns sonst draußen nicht hört. Wir müssen als Standort FrankfurtRheinMain klarere Konturen gewinnen. Weil man uns sonst draußen nicht sieht“, so Tonnellier. Deshalb müsse die diskutierte Regionalverfassung vorrangig der Standortprofilierung dienen. Vor rund 1000 Gästen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft bot Tonnellier die IHK als „Moderator, Katalysator und Projektmanager“ an, um in der Meinungsbildung zu nachhaltigen und tragfähigen Ergebnissen zu kommen.
 
Die Erfolge der Vergangenheit seien in der Region im Wechselspiel der Kräfte zwischen Frankfurt und den anderen Gemeinden erreicht worden. „Längst haben viele Standorte rund um Frankfurt eine eigene Statur gewonnen. Längst ist die gesamte Region nicht nur kulturell, sondern auch ökonomisch polyzentral geworden: Um das international sichtbare Zentrum, Frankfurt, gruppieren sich höchst erfolgreiche Standorte mit eigenständigen Profilen. Die Standorte innerhalb unserer Region sind miteinander gut vernetzt und pflegen zugleich untereinander einen gesunden Wettbewerb. Die Vernetzung des Umlands mit Frankfurt ist dabei genauso wichtig wie der Wettlauf um die besten Standortfaktoren. Wir als IHK können kein Interesse daran haben, dass eines von beiden weniger gut funktionierte“, erklärte Tonnellier.
 
Horst Platz, Vizepräsident der IHK Frankfurt und Vorsitzender des Ausschusses Hochtaunus / Main-Taunus in der IHK, betonte in seiner Rede vor allem die Zusammenarbeit zwischen den Landkreisen und hob dabei die Gesundheitswirtschaft hervor. Die Region biete eine erstklassige Kur- und Kliniklandschaft sowie zahlreiche Unternehmen der pharmazeutischen Industrie mit Weltrang. „Im Jahr 2020 sollen in der Region in der Gesundheitswirtschaft über 320.000 Beschäftigte tätig sein. Hier in Rhein-Main schaffen wir die Synthese von industriellem Ballungsraum und Rehabilitations- und Kurwirtschaft. Viele Kommunen haben schon Pläne und Projekte initiiert, um ihren Teil vom Wachstum abzubekommen. Wir sollten nun einen Schritt weitergehen und prüfen, wie wir von dem unkoordinierten Nebeneinander zu einem konstruktiven Miteinander gelangen“, appellierte Platz an die politischen Vertreterinnen und Vertreter.
 
Tonnellier und Platz würdigten in ihren Ansprachen die konstruktive und erfolgreiche Zusammenarbeit der IHK Frankfurt mit den beiden Landkreisen. Als Zeichen der Anerkennung erhielten beide Landräte je einen Scheck über 10.000 Euro, den diese für den Förderverein Saalburg bzw. die Main-Taunus-Stiftung spendeten.
 
Die IHK Frankfurt am Main hat heute rund 91.000 Mitgliedsunternehmen. In den beiden Landkreisen gehören rund 35.000 Unternehmen und Gewerbetreibende zur IHK, die zusammen mit den Handwerksbetrieben das Rückgrat der regionalen Beschäftigung und der privatwirtschaftlichen Wertschöpfung für insgesamt 450.000 Einwohner ausmachen.
 

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