IHKs fordern Maßnahmen zur Stärkung wissensintensiver Dienstleistungen

04-12-2008
 
 
FrankfurtRheinMain profiliert sich im Metropolenwettbewerb als starker Standort für wissensintensive Dienstleistungen. Laut der Studie „Wissensintensive Dienstleistungen: Wachstumsmärkte für den Mittelstand in der Metropolregion FrankfurtRheinMain“ konnte die Region im nationalen Metropolenwettbewerb ihre Position auf Platz 2 hinter München verteidigen. Dabei wuchs die Zahl der wissensintensiven Betriebe  in FrankfurtRheinMain von 2005 bis 2007 um 1,2 Prozent. Im Bundesdurchschnitt wuchs der Sektor mit 1,7 Prozent allerdings stärker.
 
Um im nationalen und internationalen Metropolenwettbewerb nicht den Anschluss zu verlieren, hat das IHK-Forum Rhein-Main Handlungsempfehlungen zur weiteren Stärkung des regionalen Mittelstands entwickelt. Dagmar Bollin-Flade, Vizepräsidentin der IHK Frankfurt am Main, appelliert, verstärkt Fachkräfte an mittelständische Unternehmen aus dem Bereich der wissensintensiven Dienstleister zu binden. „Für kleine und mittlere Unternehmen in FrankfurtRheinMain stellt sich mit Blick auf den sich verschärfenden Fachkräftemangel die Frage, wie sie auch in Zukunft geeignete Fachkräfte anwerben können. Eine verstärkte Zusammenarbeit von Unternehmen und Hochschulen ist dringend notwendig“, so Bollin-Flade.
 
Das IHK-Forum Rhein-Main fordert weiterhin eine stärkere Betonung wissensintensiver Dienstleister beim Standortmarketing. „Es ist dringend notwendig, die Region stärker als bisher als Standort für wissensintensive Dienstleister zu positionieren. Dazu zählt die Organisation von gemeinsamen Messeauftritten von Dienstleistungsunternehmen mit ähnlichem thematischen Profil“, betont Dagmar Bollin-Flade. „Zur Entwicklung von innovativen, kundenorientierten Dienstleistungen muss die Region auch beim Förderprogramm ‚Innovation und Dienstleistungen’ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung stärker als bisher vertreten sein“, fordert Bollin-Flade.
 
Der Maßnahmenkatalog des IHK-Forums Rhein-Main sieht die Errichtung eines „Global Service Centers“ in Flughafennähe vor, um speziell Auslandsaktivitäten kleiner und mittlerer wissensintensiver Dienstleister zu fördern. Diese Einrichtung soll unternehmensnahe Dienstleistungen für Betriebe mit internationalem Bezug anbieten.
 
Laut der Studie, die das BAW Institut für regionale Wirtschaftsforschung Bremen im Auftrag des IHK-Forums Rhein-Main erstellt hat, ist der Sektor der wissensintensiven Dienstleistungen besonders von kleinen und mittleren Unternehmen geprägt. Die Anzahl der Betriebe dieser Branche in der Region beläuft sich auf 70.000 Unternehmen. In der Region arbeiten rund eine halbe Million sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in Wirtschaftszweigen, in denen der Anteil der Akademiker mit natur- und ingenieurwissenschaftlicher Ausrichtung und/oder der Anteil der Beschäftigten mit Hochschulabschluss überdurchschnittlich hoch ist. Damit ist jeder vierte sozialversicherungspflichtig Beschäftigte der Region in diesem Bereich tätig. Innerhalb von FrankfurtRheinMain konzentrieren sich die wissensintensiven Dienstleistungen in den Städten, wenn gleich die Landkreise hohe Zuwächse verzeichnen. Allein im Main-Taunus-Kreis stieg die Zahl der Beschäftigten in wissensintensiven Dienstleistungen im Untersuchungszeitraum um 13,5%.
 

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