Kinderbetreuung muss flexibler werden

17. März 2009


Bei der Kinderbetreuung gibt es im IHK-Bezirk Frankfurt am Main weiterhin viel zu tun – trotz erster Verbesserungen. Das zeigt der Kita-Check der IHK Frankfurt am Main, an dem sich über 200 Kindertagesstätten beteiligt haben.

„Die Wirtschaft braucht gute Fachkräfte. Dafür müssen Beruf und Familie vereinbar sein“, sagt Dagmar Bollin-Flade, Vizepräsidentin der IHK Frankfurt am Main. „Das setzt aber eine flexible Kinderbetreuung voraus, die sich an der Berufswelt der Eltern orientiert. Davon sind wir aber leider noch immer weit entfernt“, bedauert Bollin-Flade mit Blick auf die Ergebnisse der Untersuchung.

Größtes Hemmnis für eine flexible Kinderbetreuung sind die Öffnungszeiten: 96 Prozent der Einrichtungen haben nach 18 Uhr geschlossen. Am Samstag sind es sogar 97 Prozent. Problematisch sind auch die Schließzeiten während der Ferien. Immerhin bieten 32 Prozent der Kitas die Möglichkeit, Betreuungszeiten individuell und flexibel zu vereinbaren und abzurechnen. Das war im ersten Kita-Check 2005 noch nicht möglich.

Damit Beruf und Familie für Erwerbstätige möglich wird, fordert die IHK Frankfurt am Main, die Öffnungszeiten deutlich auszuweiten und generelle Schließzeiten am Samstag und in den Ferien abzuschaffen.

„Es gibt noch viel zu tun“, resümiert Dagmar Bollin-Flade die Ergebnisse des Kita-Checks. „Einzig bei der Betreuung in Ausnahmefällen und bei der Aufnahme von Kindern aus anderen Kommunen zeigen sich Fortschritte. Hier sind die Kitas deutlich flexibler geworden“, meint Bollin-Flade.

Der Kita-Check der IHK Frankfurt am Main steht kostenlos im Internet als Download unter: http://www.frankfurt-main.ihk.de/kita-check zur Verfügung oder kann bei Frau Sabrina Siegmund, Tel.: 069/2197-1325, Email: s.siegmund@frankfurt-main.ihk.de als Printversion bestellt werden.
 

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