Lücken in der Kinderapotheke schließen

6.5.2009

„Kinder sind keine kleinen Erwachsenen, vielmehr bedürfen sie maßgeschneiderter Arzneimittel, die den besonderen physiologischen Bedürfnissen des kindlichen Organismus angepasst sind. Die Entwicklung von Arzneimitteln für Kindern ist nicht nur ein ethisches Anliegen, sondern vor allem auch eine wirtschaftliche Chance für die Pharma-Unternehmen“, sagte Prof. Dr. Manfred Schubert-Zsilavecz, Vorsitzender der FrankfurtBiotec Alliance, bei der Veranstaltung „Arzneimittel für Kinder – Füllt sich nun die Kinderapotheke?“ in der IHK Frankfurt am Main. Vor 70 Vertretern der Pharmabranche und Wissenschaft forderte Schubert-Zsilavecz die kontinuierliche Weiterentwicklung von kindgerechten Pharmaprodukten.

Detlev Osterloh, Geschäftsführer Innovation und Umwelt der IHK Frankfurt am Main, betonte, dass die Zahl der Zulassungen in den letzten beiden Jahren für neue Präparate deutlich angestiegen ist. Dank der neuen europäischen Verordnung für Kinderarzneimittel, die Ende Januar 2007 in Kraft getreten ist, entspannt sich die Situation zunehmend. Trotzdem sei es noch ein zeitaufwändiger Weg bis die Lücken in der „Kinderapotheke“, wie etwa bei Rheuma, Krebs und verschiedenen Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen geschlossen werden können. „Nach wie vor existiert im Bereich der Pharmakotherapie von Kindern ein unbefriedigender Zustand, insbesondere wegen des Fehlens zugelassener Arzneimittel für Kinder und Jugendliche“, sagte Osterloh.

„Arzneimittel für Kinder – Füllt sich nun die Kinderapotheke?“ war eine Veranstaltung der IHK Frankfurt am Main und der Frankfurt Biotech Alliance e.V. in Kooperation mit der Aktionslinie hessen-biotech des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung sowie der Gesundheitswirtschaft Rhein-Main e.V.
 

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