IHK-Symposium Wirtschaft trifft Politik: Strategien für FrankfurtRheinMain

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26.5.09
 
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„Wirtschaft braucht einen starken Standort mit funktionierender Innensteuerung und definiertem Außenprofil“ sagte Dr. Mathias Müller, Präsident der IHK Frankfurt am Main, zum Auftakt des IHK-Symposiums „Wirtschaft trifft Politik“ und lud die Konferenzteilnehmer ein, gemeinsam neue Strategien zur künftigen Positionierung von FrankfurtRheinMain zu entwickeln.

Die 250 anwesenden Politiker und Unternehmer waren sich einig, dass es ein „Weiter so“ nicht geben kann, wenn die FrankfurtRheinMain auch künftig im internationalen Vergleich eine Spitzenposition einnehmen will. Markus Frank, Wirtschaftsdezernent der Stadt Frankfurt am Main, betonte, dass man eine Zusammenarbeit zwischen Städten und Gemeinden nicht verordnen kann. Vielmehr müsse eine breite Akzeptanz für die Kooperation vorhanden sein. Er rief alle wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Kräfte dazu auf, den Wirtschaftsstandort FrankfurtRheinMain zu sichern. Arnd Zinnhardt, Mitglied des Vorstands der Software AG und Vizepräsident der IHK Darmstadt, sagte, zuerst müsse der strategische Mantel für die Region geschaffen werden, bevor operative Ideen entwickelt werden können. Dr. Helmut Müller, Oberbürgermeister in Wiesbaden, sieht vor allem in der polyzentrischen Struktur der Region die große Chance, um sich von Mitbewerbern abzusetzen.

Die Teilnehmer des IHK-Symposiums waren sich einig, dass die Durchführung einer Internationalen Bauausstellung in FrankfurtRheinMain ein Beitrag zur geübten Praxis regionaler Kooperation werden kann. Eine TED-Umfrage unter den Teilnehmern ergab, dass 64 Prozent eine IBA in FrankfurtRheinMain begrüßen. Karen Hoyndorf,
Geschäftsführerin von Accenture GmbH und Vizepräsidentin der IHK Frankfurt am Main, sicherte die finanzielle und konzeptionelle Unterstützung der Unternehmen bei der Realisierung der IBA FrankfurtRheinMain zu. Auf die Unterstützung der Wirtschaft baut Steffen Saebisch, Staatssekretär im Hessischen Wirtschaftsministerium. Seiner Einschätzung nach kann die IBA nur gelingen, wenn sich alle Beteiligten ihrer Verantwortung bewusst werden und an einem Strang ziehen. Das Land Hessen könne die IBA nicht allein finanzieren. Zu dieser wichtigen Gemeinschaftsaufgabe bedarf es verbindlicher Zusagen des Landes, der Kommunen und der Wirtschaft. Saebisch bestätigte, dass das Land Hessen bereits Mittel für die IBA in den Haushaltsplan eingestellt habe.

Dr. Jürgen Dieter, Geschäftsführender Direktor des Hessischen Städtetags, appellierte, bei der Realisierung der IBA auf vorhandenes Know-how aus der Region zurückzugreifen. Er bekam dabei Zustimmung von Horst Schneider. Der Offenbacher Oberbürgermeister kann sich vorstellen, dass der Planungsverband Ballungsraum Frankfurt/Rhein-Main die IBA managt. Heiko Kasseckert, Erster Beigeordneter des Planungsverbands, hob hervor, dass der Planungsverband das nötige Know-how habe, ein solches Projekt zu stemmen.

„Die Region ist die Stadt der Zukunft. Nachhaltiges Wachstum wird in FrankfurtRheinMain vor allem dadurch entstehen, dass die regionale Kooperation und Integration eine neue Qualität erreicht“, sagte IHK-Präsident Dr. Müller. Er verwies auf die Vielzahl der regionalen Einrichtungen und forderte, die regionale Wirtschaftsförderung zu optimieren. „Das IHK-Forum Rhein-Main bietet den Verantwortlichen der Region an, als Plattform zur Schaffung einer regionalen Wirtschaftspolitik zu fungieren. Dazu muss ein Modus entwickelt werden, der auf die polyzentrische Struktur der Region passt, der keine politische Ebene vernachlässigt und der die kommunalen Identitäten respektiert.“

Die Durchführung einer IBA in FrankfurtRheinMain bewertete Dr. Müller als „Identität stiftendes Großereignis“ und „Katalysator für das Zusammenwachsen der Region“. Der IHK-Präsident bot den beteiligten Akteuren die Unterstützung bei der Durchführung der IBA an.
 

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