IHK-Konjunkturumfrage: Wirtschaft fasst wieder Mut

21.9.09

„Die Stimmung der Unternehmen im IHK-Bezirk steigt kräftig, die Wirtschaft fasst wieder Tritt“, so Dr. Mathias Müller, Präsident der IHK Frankfurt am Main, zu den Ergebnissen der Konjunkturumfrage Herbst 2009 der IHK Frankfurt am Main. „Der Geschäftsklimaindex erhöht sich gegenüber der Vorumfrage deutlich um 25 Punkte und steigt auf knapp 100 Zähler. Der Index erreicht damit wieder die Grenze zwischen negativer und positiver Gesamtstimmung. Die Unternehmen im IHK-Bezirk blicken demnach wieder hoffnungsvoller in die Zukunft.“

Die Beurteilung der aktuellen Geschäftslage fällt in nahezu allen Branchen deutlich positiver aus als noch im Frühsommer. Der Lageindikator steigt von minus 21 auf minus sieben Zähler. Aktuell schätzen fast drei Viertel aller Unternehmen im IHK- Bezirk ihre Lage wieder als „gut“ oder „befriedigend“ ein.

Die Erwartungen der Unternehmen für die kommenden zwölf Monate hellen sich deutlich auf. Der Erwartungsindikator steigt um 25 Punkte und erreicht wieder einen positiven Wert von sieben Zählern. Knapp 30 Prozent der Unternehmen im IHK-Bezirk gehen von einem verbesserten Geschäftsverlauf im nächsten Jahr aus. In der Vorumfrage waren dies lediglich knapp zwölf Prozent. Gleichzeitig halbiert sich die Anzahl der Unternehmen, die eine weitere Verschlechterung der Wirtschaftslage erwarten.

Auch die Stimmung bei den regionalen Industrieunternehmen hat sich merklich aufgehellt. Dies ist insbesondere auf gestiegene Geschäftserwartungen für die kommenden zwölf Monate zurückzuführen. Aktuell rechnet ein Viertel der Unternehmen mit einer Verbesserung der Geschäftslage – zu Jahresbeginn waren es lediglich 2,5 Prozent. Ähnlich schwungvoll gestaltet sich die Stimmung im Verkehrsgewerbe. Hier verbessert sich der Klimaindex im Vergleich zur Vorumfrage um 33 Zähler und liegt nun bei 99 Punkten. Auch die Dienstleistungsunternehmen sehen ihre Geschäftsaussichten deutlich besser. Insbesondere unternehmensbezogene Dienstleistungsunternehmen blicken wieder deutlich optimistischer in die Zukunft. Die Stimmung im Kreditgewerbe ist im Branchenvergleich gut: Mehr als die Hälfte der Kreditunternehmen erwartet künftig eine günstigere Geschäftslage. Im Baugewerbe hat sich die Einschätzung des Geschäftsklimas merklich verbessert – die Konjunkturprogramme von Bund und Land machen sich bemerkbar. Unter den konsumnahen Branchen, wie dem Einzelhandel und dem Gastgewerbe, steigt das Geschäftsklima dagegen nur moderat.

Die Exportwirtschaft blickt wieder optimistischer auf den Verlauf der kommenden zwölf Monate. Die regionale Wirtschaft profitiert hier von der wieder angestiegenen Nachfrage im Ausland. Der Exportindikator verbessert sich um außergewöhnliche 50 Zähler im Vergleich zur Vorumfrage. Rechnete in der Frühsommerumfrage noch mehr als die Hälfte der Industrieunternehmen mit einem Rückgang der Exporte, so sind es aktuell nur noch acht Prozent.

Investitionen: Die Unternehmen wollen nun auch wieder mehr investieren. Knapp ein Fünftel der Unternehmen plant wieder höhere Investitionen. Hauptinvestitionsmotiv ist der Ersatzbedarf.

Die Beschäftigungsplanungen der regionalen Unternehmen sind nunmehr deutlich weniger pessimistisch. Aktuell plant nur noch jedes fünfte Unternehmen die Zahl der Beschäftigten zu reduzieren - in der Frühsommerumfrage war es noch jedes dritte. „Die Auswirkung der Krise auf den regionalen Arbeitsmarkt wird geringer sein, als zu Jahresbeginn gedacht. Das Kurzarbeitergeld hat wichtige Stabilisierungsarbeit geleistet. Dienstleistungsunternehmen planen sogar bereits wieder einen moderaten Personalaufbau“, so Dr. Hubertus Hille, Chef-Volkswirt der IHK Frankfurt am Main.
 

Ansprechpartner

Telefon:

Ansprechpartner

Pressestelle IHK Frankfurt am Main Unternehmenskommunikation
Telefon: 069 2197-1201 Fax: 069 2197-1488