Aufschub des Google-Vergleichs gut für Verlagsstandort Frankfurt

24.09.2009

"Die IHK Frankfurt am Main begrüßt ausdrücklich den Aufschub des Google Book Settlements in den USA", sagte Reinhard Fröhlich, IHK-Geschäftsführer der Unternehmenskommunikation. Es habe sich gezeigt, dass sich das enorme Engagement zum Schutz des deutschen bzw. europäischen Urheberrechts gelohnt hat.

"Eine Urheberrechtsverletzung zu Lasten der Buchverlage ist nicht hinnehmbar. Außerdem ist die Monopolstellung eines Unternehmens über Informationsgüter immer kritisch zu sehen. Mit dem vorliegenden Google-Book-Settlement hätte es eine Ausschaltung des Urheberrechts für vergriffene Bücher gegeben. Daher war es nur konsequent, dass Verleger und Behörden in großer Anzahl grundsätzliche Einwände dagegen erhoben haben", sagte Fröhlich. Ein neuer Vergleich müsse eine größere Bandbreite an Verlegerinteressen berücksichtigen und der Wettbewerb bei digitalisierten Buchinhalten gesichert werden. Darüber hinaus müsse nun mit Nachdruck an einer gemeinsamen Linie der Europäischer Union im Sinne der europäischen Verlage gearbeitet werden.

Das US-Justizministerium hatte erhebliche Bedenken gegen den angestrebten Google-Vergleich geäußert. Daraufhin baten US-amerikanische Autoren- und Verlegerverbände im Einverständnis mit Google das zuständige Gericht in New York, die auf den 7. Oktober datierte Vergleichsverhandlung abzusagen. In einer "Status Conference" am 6. November soll über einen neuen Vorgehensplan für den Vergleich beraten werden. Erwartet wird, dass das für den Google-Vergleich zuständige New Yorker Gericht in den nächsten Tagen über den weiteren Verfahrensgang entscheidet.
 

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