IHK zieht Bilanz zum Ausbildungsmarkt 2009

07. Oktober 2009

"Das Angebot an Ausbildungsplätzen im Bezirk der IHK Frankfurt am Main ist gut. Im Ausbildungsjahr 2009 konnte sich jeder Bewerber im Durchschnitt auf 1,6 Stellen bewerben. Weniger gut ist die Situation der Unternehmen, denn ihnen fehlen nicht nur ausreichend Bewerber, sondern auch Bewerber mit guten Qualifikationen", sagte Matthias Gräßle, Hauptgeschäftsführer der IHK Frankfurt am Main.

Die Projekte der IHK und ihrer Kooperationspartner zur Förderung der Ausbildungsfähigkeit der Schulabgänger zeigten zwar gute Ergebnisse, reichten aber nicht aus, um das Problem langfristig zu lösen. "Wir benötigen eine breitere Datenbasis, die die Schulnoten und den Weg der Jugendlichen nach dem Schulabgang erfasst. Wir müssen dringend Handlungsstrategien generieren und dem Frankfurter Bewerbermangel entgegenwirken", so Gräßle. Ebenso wichtig wäre es, Schüler individuell zu fördern und damit in höherem Maß ausbildungsfähig zu machen. Auch Realschüler müssten intensiver unterstützt werden, um den Weg von der Schule in eine Ausbildung zu finden.

Im Jahr 2009 haben IHK-Unternehmen insgesamt 5.595 Verträge mit Azubis geschlossen. Unternehmen aus dem IHK Bezirk Frankfurt am Main würden jedoch gern mehr Azubis ausbilden, um ihren Fachkräftebedarf zu decken. Allerdings macht sich der demografische Wandel bereits bemerkbar: Die Wirtschaft im IHK-Bezirk verzeichnet immer weniger potenzielle Bewerber. Daher wurden in den Vorjahren schon zahlreiche Auszubildende aus anderen Regionen eingestellt. Auch dies ist 2009 schwieriger geworden. In Hessen ist die Bewerberanzahl um 14 Prozent und in Ostdeutschland um 25 Prozent gesunken. 

 

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