1. Frankfurter Symposium für Digitale Infrastruktur

12.10.2009

Gemeinsam mit der Interxion Deutschland GmbH veranstaltet die IHK Frankfurt am 26. November 2009 das „1. Frankfurter Symposium für Digitale Infrastruktur“. Die Veranstaltung stellt Frankfurt als „Metropole des Internets“ in den Mittelpunkt.

„Mit seinen zahlreichen Unternehmen im Online-Sektor und der digitalen Infrastruktur ist Frankfurt seit einigen Jahren der führende Internetknoten in Deutschland und Europa. Die Position als „Metropole des Internets“ muss nun auch auf der wirtschaftspolitischen Landkarte etabliert werden“, sagte der Präsident der Industrie- und Handelskammer, Dr. Mathias Müller, im Vorfeld des 1. Frankfurter Symposiums für Digitale Infrastruktur.

An keinem anderen europäischen Standort ist der Datenfluss größer als in Frankfurt. Bedingt durch die dominierende Rolle als Finanzplatz Europas begann der Aufstieg der digitalen Infrastruktur in Frankfurt schon vor mehr als zehn Jahren. Frühzeitig betrieb die Stadt eine aktive Ansiedlungspolitik für die Telekommunikationsindustrie. Die rasante Wachstumsgeschwindigkeit lässt sich am Datenfluss über den in Frankfurt ansässigen Internetknoten ablesen, der seit seiner Gründung exponentiell wächst. Eine Abschwächung oder gar das Ende des Wachstums ist nicht zu erkennen. „Mit dem zentralen Internet-Knotenbetreiber, der DE-Domain-Verwaltung und den marktführenden Kollokationsanbietern sind wesentliche Infrastruktur-Funktionen dieser globalen Wachstumsbranche in Frankfurt angesiedelt. Nun muss die Region ihre Ressourcen darauf konzentrieren, dass auch die nächsten Entwicklungsschritte hier erfolgreich betrieben werden.“

Mit dem „1. Frankfurter Symposium für Digitale Infrastruktur“ wollen die Veranstalter auf die zentrale und stetig wachsende Bedeutung Frankfurts aufmerksam machen, den Einfluss des Datenaustauschs auf die Wertschöpfung der gesamten Wirtschaft aufzeigen sowie Chancen für die Zukunft ausloten. „In Frankfurt müssen die Kräfte noch mehr gebündelt werden“, sagte Peter Knapp, Geschäftsführer der Interxion Deutschland GmbH. Wichtige Entwicklungsbedingungen seien eine ausreichende Strominfrastruktur sowie die Unterstützung durch einschlägige Forschungsaktivitäten.

„Dem Online-Sektor gehört die globale Zukunft, und in Frankfurt hat unsere Branche schon Geschichte geschrieben. Wie in allen anderen Industriezweigen ist dies kein zufälliger Erfolg, sondern er fußt auf den günstigen Voraussetzungen, die wir in der Region FrankfurtRheinMain vorfinden. Nun muss der Online-Sektor aber die notwendigen nächsten Schritte machen – zusammen mit der regionalen Wirtschaftspolitik. Dazu gehört etwa, dass wir ausreichend Fachleute und Ingenieure aus den relevanten Technikfeldern bekommen. Für unsere Unternehmen brauchen wir die Besten in FrankfurtRheinMain.“

Die IHK Frankfurt und Interxion wollen mit dem Symposium zur weiteren Entwicklung des Internetknotens Frankfurt beitragen und das Interesse der Öffentlichkeit an dieser Wachstumsbranche fördern. In der Region FrankfurtRheinMain arbeiten rund 4.000 Unternehmen in der Online- und Telekommunikation und beschäftigen rund 60.000 Menschen. Damit stellen die Telekommunikationsunternehmen dieser Region relativ zur Gesamtbeschäftigtenzahl deutlich mehr Arbeitsplätze als im sonstigen Bundesgebiet. In der aktuellen Wirtschaftskrise haben sich die Geschäftsaussichten der Unternehmen zudem weniger eingetrübt als in anderen Industriezweigen. Die einschlägigen Branchenindikatoren sind im dritten Quartal 2009 nicht nur wieder gestiegen, sondern liegen auch über dem Niveau des Ifo-Indexes für die Gesamtwirtschaft. Vieles deutet darauf hin, dass der ITK-Sektor die Krise weitgehend hinter sich hat. 40 Prozent der Unternehmen rechnen für 2009 mit steigenden Umsätzen. Mit einer generellen Trendwende, also mit einem deutlichen Anziehen der Nachfrage, rechnen fast drei Viertel der Unternehmen im Laufe des Jahres 2010.

Zu den Rednern des Frankfurter Symposiums gehören neben IHK-Präsident Dr. Müller und Interxion-Geschäftsführer Knapp auch Jörg-Uwe Hahn, Hessischer Minister der Justiz, für Integration und Europa, Markus Frank, Wirtschaftsdezernent der Stadt Frankfurt, und Harald Summa, Geschäftsführer eco – Verband der deutschen Internetwirtschaft e.V. Vorgestellt wird zudem eine von Interxion initiierte Studie zu den wirtschaftlichen Wertschöpfungspotenzialen in digitalen Netzen. Die Ergebnisse werden von Prof. Dr. Roman Beck und Prof. Dr. Wolfgang König, House of Finance/Goethe Universität Frankfurt, präsentiert.
 

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