Unternehmen erholen sich langsam von der Krise

02.12.2009

Die jüngsten Indikatoren zeigen: Die Wirtschaft im Kammerbezirk erholt sich schneller als erwartet. 2010 wird die Konjunktur voraussichtlich um zwei Prozent zulegen. "Das ist ein gutes Zeichen, wenngleich der erlittene Einbruch in 2009 damit nicht ganz aufgeholt werden kann", sagte Dr. Mathias Müller, Präsident der IHK Frankfurt, in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Wirtschaftsdezernenten der Stadt Frankfurt, Markus Frank.

"Wie die gesamte Wirtschaft so wird auch die Wirtschaft unserer Region auf stabilisierende Impulse angewiesen sein", sagte Dr. Müller. Wichtig sei, dass die Erholung nun in der Breite der verschiedenen Branchen stattfindet. Um die Gesundung der mittelständischen Wirtschaft weiter zu unterstützen, empfiehlt die IHK die Verbesserung des Deutschlandfonds an drei Eckpunkten: Demnach sollte sich die Bewertung der Bonität eines Unternehmens nicht auf die letzten drei, sondern auf die letzten fünf Jahre beziehen. Zweitens sollte die geplante Absicherung der Forderungen der Warenkreditversicherungen umgehend realisiert werden. Als weiteres wichtiges Anliegen erachtet die IHK-Organisation, die Haftungsfreistellung bei Betriebsmittelkrediten im KfW-Programm von bislang 60 Prozent weiter anzuheben. So könnte gewährleistet werden, dass die Hausbanken weniger Eigenkapital für Firmenkredite anrechnen müssten.

Als durchweg positiv bewertet die IHK die Beibehaltung des Investitionsvolumens der Stadt Frankfurt trotz der großen Einbußen bei der Gewerbesteuer. "Die Stadt Frankfurt bleibt damit eine Konstante in einer schwierigen Zeit", sagte Dr. Müller. Sie trage damit dazu bei, die Region im Standortwettbewerb zu stärken. Mit der Gründung des Vereins FrankfurtRheinMain e.V. sei der Grundstein für eine Zusammenarbeit innerhalb der Region gelegt und mithin ein weiterer wichtiger Schritt zur Stärkung des Standorts gemacht.

Auch Wirtschaftsdezernent Markus Frank sieht durch die jetzt veröffentlichten Zahlen die Politik der Stadt Frankfurt am Main bestätigt, das hohe Niveau der Investitionen in die Infrastruktur zu halten und durch zusätzliche Maßnahmen aus den Sonderkonjunkturprogrammen des Bundes und des Landes aktiv dazu beizutragen, die wirtschaftliche Lage zu stabilisieren. "Die Säulen der Frankfurter Wirtschaft sind widerstandsfähig, die weichen Standortfaktoren der Stadt Frankfurt am Main tragen darüber hinaus dazu bei, dass sich Unternehmen und hoch qualifizierte Arbeitskräfte in der Mainmetropole niederlassen", stellte Stadtrat Markus Frank fest. Sein wirtschaftspolitisches Augenmerk gelte weiterhin der Diversifikation der Frankfurter Wirtschaft u. a. mit einer Stärkung der Kreativwirtschaft und der Logistikbranche, der Profilierung der Stadt Frankfurt am Main als Gründerhauptstadt, der zielgerichteten Ansiedelungspolitik und der systematischen Bestandspflege vorhandener Unternehmen mit dem Ziel einer stärkeren Vernetzung der Branchen untereinander und der Wirtschaft mit der Politik.
 

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