Jahresempfang der IHK Frankfurt: Gemeinsam in der Region

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19.1.2010

Zum Jahresempfang 2010 der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main, der als der größte Empfang in der Region gilt, kamen am Montag mehr als 1500 Unternehmer aus Frankfurt, dem Main-Taunus-Kreis und dem Hochtaunuskreis sowie zahlreiche Wegbegleiter der IHK.

Unter dem Motto „Gemeinsam in der Region“ diskutierten die Gäste Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf FrankfurtRheinMain und erörterten Wege, wie die Region für die Zukunft besser aufgestellt werden kann. „Es darf kein Tabu sein, über die Region nachzudenken, unbeschadet wer dies aus welcher politischen, gesellschaftlichen    oder auch kulturellen Brille in die Debatte einwirft“, sagte Dr. Mathias Müller, Präsident der IHK Frankfurt am Main. In seiner Ansprache betonte er, in den letzten Monaten werde in FrankfurtRheinMain immer häufiger und akzentuierter über die Weiterentwicklung der Region diskutiert. „Dahinter steht die Erkenntnis, dass das vernetzte Miteinander der Menschen und Unternehmen in FrankfurtRheinMain unsere eigentliche Lebensader ist. Wirtschaft braucht einen starken Standort mit funktionierender Innensteuerung und einem definierten Außenprofil.“

Der IHK-Präsident unterstrich, dass das Präsidium der IHK Frankfurt am Main und die Vollversammlung die Weiterentwicklung der Region als das strategische Unterscheidungsmerkmal im Wettbewerb der Metropolregionen ganz oben auf die Agenda gesetzt haben. „Unsere Region ist ein dynamischer Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort mit hohen Wertschöpfungsraten und einer überdurchschnittlichen Gründerdynamik. Mit unseren drei ökonomischen Achsen internationaler Verkehrsknoten, europäischer Finanzplatz und leistungsfähige Industriezentren verfügen wir über eine hervorragende Ausgangssituation. Dieses Konzept koordinierter Zentrumsfunktion hat sich als sehr tragfähig erwiesen und ist Vorbild für andere Regionen geworden.“ In diesem Sinne bewertete Dr. Müller das von Stadt Frankfurt sowie den beiden Landkreisen Main-Taunus und Hochtaunus geplante „Haus der Region“ als sichtbaren Beleg der zunehmenden Vernetzung der einzelnen Kommunen der Region.

Weiterhin formulierte Dr. Müller in seiner Ansprache, dass die Unternehmen in FrankfurtRheinMain die tiefsten Einbrüche der Finanz- und Wirtschaftskrise überstanden hätten. „Die meisten Unternehmer haben 2009 ihre Krisenfestigkeit unter Beweis gestellt. Dies wird auch für 2010 gelten“, zeigte sich Dr. Müller zuversichtlich. Die Banken und Sparkassen, die nun gefordert seien, die Wirtschaft am Laufen zu halten, nahm Dr. Müller besonders in die Pflicht. Die Politik forderte er auf, die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen, dass Kreditinstitute die im Aufschwung benötigten Kredite geben können.

Der Festredner des IHK-Jahresempfangs 2010, Dr. Lorenzo Bini Smaghi, Mitglied des Direktoriums der Europäischen Zentralbank, warnte, eine zu restriktive Kreditvergabe seitens der Banken könne den Aufschwung belasten: „Bei der Kreditvergabe drohen einige Risiken.“ Die europäische Wirtschaft werde sich nur langsam von den Rückschlägen der Finanzkrise erholen. Die Wachstumsraten würden nicht so schnell wieder das Niveau früherer Jahre erreichen.

Dr. Bini Smaghi, innerhalb des EZB-Direktoriums für den Neubau der Europäischen Zentralbank auf dem Gelände der ehemaligen Großmarkthalle verantwortlich, zeigte sich zuversichtlich, dass der Neubau bis 2014 fertig gestellt ist. IHK-Präsident Dr. Müller wünschte ihm dazu alles Gute und überreichte dem Bauherrn symbolisch einen Helm und Spaten.

Der Ministerpräsident des Landes Hessen, Roland Koch, übermittelte den 90.000 Mitgliedsunternehmen der IHK Frankfurt am Main die Grüße der Hessischen Landesregierung. In seinem Grußwort griff er die Anregungen von IHK-Präsident Dr. Müller zur künftigen Zusammenarbeit in der Region auf und sagte, dass die polyzentrische Region FrankfurtRheinMain vom Wettbewerb der Kommunen untereinander profitiert. Gleichwohl müsse die Kooperation in der Region auf eine neue Ebene gestellt werden. Die bevorstehende Novellierung des Ballungsraumgesetzes biete dazu Möglichkeiten. Kooperation dürfe allerdings nicht von staatlichen Stellen vorgeschrieben werden, vielmehr müssten Initiativen aus der Region selbst die treibende Kraft zur weiteren Vernetzung sein.

Dem Gastredner des diesjährigen Jahresempfangs Dr. Bini Smaghi rief er zu: „Es ist gut, dass Sie ein hohes Haus in Frankfurt am Main bauen, dass jeder sehen kann, welche Bedeutung die EZB für die Wirtschaft hat.“ Koch hob hervor, die Europäische Zentralbank habe sich als entscheidender Stabilisator in der Finanzkrise in den vergangenen 18 Monaten erwiesen.

Dr. h. c. Petra Roth, Oberbürgermeisterin der Stadt Frankfurt am Main, unterstrich die Bedeutung der EZB für den Wirtschaftsstandort FrankfurtRheinMain. „Die Europäische Zentralbank ist für Frankfurt und für die gesamte Bundesrepublik Deutschland ein wichtiges Zeichen der Verknüpfung von Finanzpolitik und Realwirtschaft“. Sie zeigte sich zuversichtlich, dass die Stadt Frankfurt am Main – nicht zuletzt aufgrund der hohen Verfügbarkeit von gut ausgebildeten Fachkräften – auch künftig eine der führenden Wirtschaftsmetropolen in Europa ist.
 

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