Kongress in IHK Frankfurt verdeutlicht Potenzial von Clusterbildung

3.2.2010

Beim 1. Hessischen Clusterkongress in der IHK Frankfurt am Main haben sich über 250 Teilnehmer über die Entwicklungspotenziale von Clustern und deren Bedeutung für die hessische Wirtschaft ausgetauscht. „Der 1. Hessische Clusterkongress in der IHK Frankfurt am Main fördert das engere Zusammenrücken von Wissenschaft, Politik und Wirtschaft. Er trägt damit zum Innovationsgeschehen in der Region bei und stärkt den Wirtschaftsstandort Hessen nachhaltig“, fasste Matthias Gräßle, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft hessischer IHKs, die Intention des Kongresses zusammen.

Die große Resonanz des Clusterkongresses habe gezeigt, dass die drei Schlagworte Cluster, Netzwerke und Kooperationen für alle Player in Innovations- und Wertschöpfungsprozessen Erfolgsfaktoren darstellen, die immens an Bedeutung gewonnen haben. „In wirtschaftlich turbulenten Zeiten erfolgt eine Konzentration auf dynamische Standorte mit innovativen Forschungszentren und leistungsfähiger Technikinfrastruktur. Erfolgreiche Cluster sind die besten Argumente im internationalen Standortwettbewerb, weil sie die Ansiedelung neuer Unternehmen fördern. Clusterbildung bietet die Chance, Know-how in Hessen zu bündeln und die Schlagkraft der hier angesiedelten Branchen zu erhöhen“, sagt Gräßle.

Dieter Posch, Hessischer Minister für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung, hob hervor, das Innovationstempo in den Unternehmen werde zunehmend dadurch geprägt, wie gut ihre Netzwerke funktionieren. „Dabei geht es vor allem um den Austausch von Wissen, die Bündelung von Kompetenzen und die Zusammenarbeit mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Wir brauchen eine enge Partnerschaft von Unternehmen und Wissenschaftseinrichtungen auch über Branchen- und Technologiegrenzen hinweg. Wenn Forschungsergebnisse schneller zu marktfähigen Produkten werden, sichert dies Wachstum und Beschäftigung“ sagte Posch.

Für die hessischen IHKs betonte Gräßle, dass sich Clusterbildung nicht von oben verordnen lässt. „Cluster entstehen aus ökonomischen Gegebenheiten heraus und müssen für alle Beteiligten langfristig positiven Nutzen stiften. Es ist zu begrüßen, dass die hessische Landesregierung über den Clusterwettbewerb Initiativen mit ausreichend Entwicklungspotenzial in der Start- wie auch Etablierungsphase unterstützt.“ Nur so könne eine Signalwirkung für den Standort Hessen und schließlich für ganz Deutschland entstehen.

Zu den erfolgreichsten Clustern in FrankfurtRheinMain zählen die Industrieparks mit dem Industriepark Frankfurt-Höchst an der Spitze. Hier konzentrieren sich auf wenigen Quadratkilometern 90 Unternehmen mit 22.000 Beschäftigten, überwiegend aus dem Chemie- und Pharmabereich sowie Großforschungseinrichtungen und einer privaten Hochschule. Zudem hat sich rund um den Frankfurter Flughafen ein Luft- und Raumfahrttechnik-Cluster gebildet. Im industriellen Sektor gibt es dort mehr als 4.000 Arbeitsplätze. Einzigartig für FrankfurtRheinMain ist außerdem die enge Verflechtung von zwischen Immobilienwirtschaft und Finanzplatz. Aufgrund der räumlichen Nähe und Verwobenheit zwischen diesen Branchen sind exzellente Voraussetzungen gegeben. Ein solches immobilienwirtschaftliches Cluster ist kein zweites Mal in Deutschland vorzufinden.
 

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