IHK lehnt nächtliches Tempo-30-Limit ab

16.3.2010

Aus Sicht der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main ist ein nächtliches Tempolimit von 30 km/h auf den wichtigsten Zufahrtswegen der Stadt Frankfurt nicht vertretbar. Ein pauschales Tempolimit zwischen 22 Uhr und 6 Uhr hätte für die Unternehmen längere Fahrtzeiten zur Folge und würde die Erreichbarkeit von Unternehmen in der Stadt deutlich erschweren. „Eine niedrige Lärmbelästigung der Anwohner und die gute Erreichbarkeit der Standorte der Betriebe müssen ausgewogen nebeneinander bestehen“, betont Dr. Andreas Freundt, Geschäftsführer Standortpolitik der IHK Frankfurt am Main. Eine schlechtere Erreichbarkeit der Unternehmen sei nicht hinnehmbar.

Besonders wären Unternehmen der Logistikbranche und des Groß- und Einzelhandels von der Regelung betroffen. „In den Nachtstunden werden nicht nur Supermärkte mit Waren gefüllt, Zeitungen verteilt und Obst- und Gemüse angeliefert. Die Nacht ist wichtig für das gesamte logistische Gefüge am Wirtschaftsstandort Frankfurt. In diesen Stunden werden unzählige Warentransporte durchgeführt. Davon sind alle Unternehmen, vom Blumengeschäft bis zur Großbäckerei, abhängig.“ Längere Fahrtzeiten würden nicht nur die Personalkosten der Speditionen in die Höhe treiben, da weitere Mitarbeiter eingestellt werden müssen. Es wären auch neue Investitionen in den Fuhrpark zu tätigen, die die Unternehmen weiter belasten.  

Die IHK Frankfurt appelliert, vielmehr durch den Ausbau einer effektiven, leistungsfähigen Infrastruktur den Lärmpegel zu reduzieren. "Intelligente Ampelschaltungen und Flüsterasphalt können einen erheblichen Beitrag zur Reduzierung des Lärms leisten", sagt Dr. Freundt.
 

Ansprechpartner

Telefon:

Ansprechpartner

Pressestelle IHK Frankfurt am Main Unternehmenskommunikation
Telefon: 069 2197-1201 Fax: 069 2197-1488