Für mehr Ausbildungsreife müssen Strukturen überarbeitet werden

30.4.2010

Die hessischen Unternehmen schauen mit Sorge auf ihre freien Ausbildungsplätze, denn die fehlende Ausbildungsreife der Bewerber macht den Ausbildungsunternehmen zu schaffen. „Mit 2.090 freien Ausbildungsplätzen in Hessen ist das Angebot unserer Mitgliedsunternehmen enorm. Alles andere als rosig sind jedoch die Aussichten der Unternehmen, diese freien Stellen komplett besetzen zu können. Die Ausbildungsreife der Schüler muss sich daher dringend verbessern und unzeitgemäße Strukturen wie Übergangssysteme, in denen Schulabgänger aufgefangen werden, sollten sukzessive abgebaut werden“, sagte Dr. Mathias Müller, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft hessischer Industrie- und Handelskammern.

„Im Berufsgrundbildungsjahr und Berufsvorbereitungsjahr sehen wir zwei typische Warteschleifen an berufsbildenden Schulen, die in dem bestehenden Umfang nicht länger notwendig sind. Finanzielle Mittel, die aktuell noch in diese Übergangssysteme fließen, sollten besser in berufsvorbereitende Maßnahmen während der Schulzeit investiert werden. So könnte auch die fehlende Ausbildungsreife der Bewerber behoben werden“, sagte Dr. Müller. Die Erfahrungen der vergangenen Jahre zeigten zudem, dass Übergangssysteme Schulabgänger nur zu einem geringen Prozentsatz in eine Berufsausbildung vermitteln könnten. Zeit- und Motivationsverlust bei den jungen Bewerbern seien die Folge.
 

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