IHK Wirtschaftstag: Russland will Weichen neu stellen

21.10.2010

 

Eine diversifizierte Wirtschaft, mehr Wertschöpfung und weniger Rohstofflastigkeit: Für diese drei Punkte steht der Modernisierungskurs der russischen Regierung. Er war gestern das zentrale Thema des Wirtschaftstags Russland in der IHK Frankfurt am Main. Der Wirtschaftstag mit mehr als 200 Teilnehmern richtete sich an alle hessischen Unternehmen, die ihr Auslandsgeschäft ausweiten wollen, insbesondere in den zukunftsträchtigen Branchen Gesundheitswirtschaft, IT und Energie.

 

"Unternehmen, die sich im Ausland engagieren, sollten keine Luftschlösser bauen. Der Wirtschaftstag Russland trägt dazu bei, praktische Tipps für den Einstieg oder den Ausbau des Russlandgeschäfts zu erhalten", sagte Dr. Lutz Raettig, Vizepräsident der IHK Frankfurt am Main, zur Eröffnung der Veranstaltung. Mut dazu machte Michael Harms, Vorstandsvorsitzender der deutsch-russischen Auslandshandelskammer: "Über fast alle Branchen hinweg geht es wieder aufwärts. Die Umsatzzahlen der deutschen Unternehmen in Russland steigen vor allem in der Gesundheitswirtschaft und im Energiesektor." Weitere Wachstumschancen sehe er in den Branchen Logistik, Einzelhandel, Verkehr und Bau. Äußerst positiv bewertete Harms den Modernisierungsprozess, der sich derzeit im Land zeige und der verstärkt fortgesetzt werden soll. Auch der Prozess der Regionalisierung mache in Russland gute Fortschritte. So ständen die 80 Regionen, in denen deutsche Unternehmen aktiv sind, in einem regen Wettbewerb zueinander. Dieser komme ausländischen Investoren sehr zugute, da er der Ansatz für beste unternehmerische Rahmenbedingungen sei.

 

Die immer wieder von deutschen Unternehmen kritisierte hohe Bürokratie und Korruption erörterte Dr. Andreas Knaul, Rechtsanwalt bei Rödl & Partner. Er informierte die Teilnehmer darüber, dass Russland solide rechtliche Grundlagen für Geschäfte im Land geschaffen habe. Den Teilnehmern des Wirtschaftstages empfahl er dringend, die Vorschriften des russischen Gesetzgebers einzuhalten. "Nehmen Sie sich Zeit für Anträge und Genehmigungen. So können Sie auch Korruption vermeiden."

 

Die nächste internationale Wirtschaftskonferenz für Unternehmer informiert über Geschäftschancen in den MENA-Staaten (Middle East and North Africa) am 16. November in der IHK Frankfurt am Main.


 

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