Frauenquoten haben Durchschlagskraft

6.12.2010


Couch war gestern – heute heißt es Managementaufgaben in einem globalen Unternehmen übernehmen. Mehr als 200 Teilnehmerinnen informierten sich auf dem 6. Kongress „FrauenMachtKarriere!“ über weibliche Karrieren in einer globalisierten Welt. Auf der Agenda der Veranstaltung standen unter anderem die Themen Frauenquote, Aufstiegskompetenzen sowie Managementqualitäten, die Frauen mitbringen müssen, um im internationalen Umfeld erfolgreich zu sein.

„Die globalisierte Welt stellt an die Führung neue Anforderungen. Diesen können Frauen gerecht werden, wenn sie über technische Affinitäten und adaptive Kapazitäten verfügen. Wer international arbeiten will, sollte etwa in der Lage sein, sich anzupassen und aus Missgeschicken zu lernen“, sagte Karen Hoyndorf, stv. Präsidentin der IHK Frankfurt am Main. Diese Fähigkeit seinen Mitarbeitern zu vermitteln und darüber hinaus das Werteschema aller internationalen Mitarbeiter zu verinnerlichen, sollten weibliche Führungskräfte beherrschen.

Dass Frauen bei der Besetzung von Führungspositionen immer noch benachteiligt werden, darüber sprach Jutta Ebeling,   Bürgermeisterin der Stadt Frankfurt am Main. Dabei hätten Studien gezeigt, dass Frauen einen hohen Einfluss auf die Profitabilität und die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens haben. „Geschlechtliche Einfalt schadet Betrieben“, sagte Ebeling. Die   Einführung einer Frauenquote betrachte sie daher als ein hilfreiches Instrument.

Dass freiwillige Maßnahmen zur Förderung von Frauen in gehobenen Positionen wenig durchschlagende Wirkung hätten, bestätige Mechthilde Maier, Leiterin Group Diversity Management der Deutschen Telekom. Vor neun Monaten führte die Telekom daher die Frauenquote erfolgreich im Konzern ein. So konnte das Unternehmen etwa den Frauenanteil in Managementprogrammen von neun auf 32 Prozent steigern und sich dadurch weibliche Talente sichern. Bis Ende 2015 will die Telekom den Frauenanteil im mittleren und oberen Management auf 30 Prozent steigern.

 

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