Wirtschaftliche Beziehungen zur Partnerregion Bursa vertiefen

25.1.11

Eine Delegation von Wirtschaftsvertretern aus der türkischen Provinz Bursa wurde am Dienstag von Dr. Mathias Müller, Präsident der IHK Frankfurt am Main, empfangen. Die Delegation unter der Leitung von Sahebettin Harput, Gouverneur der Provinz Bursa, wurde von Nicola Beer, Staatssekretärin für Europaangelegenheiten im Hessischen Ministerium der Justiz, für Integration und Europa, begleitet. Im Mittelpunkt der Gespräche standen vor allem die deutsch-türkischen Wirtschaftsbeziehungen sowie mögliche Kooperationen zwischen Unternehmen aus Hessen und Bursa.

Die Provinz Bursa ist seit 21. Oktober 2010 Partnerregion Hessens. „Es freut mich, dass schon kurz nach Beginn der Partnerschaft eine so hochrangige Delegation nach Hessen gekommen ist. Ich bin überzeugt, es gibt eine Reihe von Gründen, warum die Partnerschaft zwischen Bursa und Hessen gerade auch in wirtschaftlicher Hinsicht großes Potenzial hat", sagte Dr. Müller zur Begrüßung der 30-köpfigen Delegation in der IHK Frankfurt am Main.

Dr. Müller betonte, dass es sich bei Hessen und Bursa um leistungsstarke Wirtschaftsregionen handelt, die ausgesprochen international orientiert sind und wesentlich zum Exporterfolg Deutschlands bzw. der Türkei beitragen. Die Türkei gehöre zu den dynamischsten Wachstumsmärkten weltweit. In den vergangenen zehn Jahren hätten umfassende Wirtschaftsreformen für einen Wachstumsschub gesorgt. Im Jahr 2010 betrug das Wirtschaftswachstum rund 7% Prozent. Die Türkei steht auf Rang fünf der wichtigsten Absatzmärkte für deutsche Produkte außerhalb der EU. Mit Maschinen und Kfz, Chemieerzeugnissen, Elektrotechnik und Elektronik, Mess- und Regeltechnik sowie Medizintechnik sind deutsche Unternehmen starke Partner der türkischen Wirtschaft. Für die Türkei wiederum ist Deutschland der wichtigste Exportmarkt. Vor allem mit Bekleidung und Textilien, aber auch Kfz, Nahrungsmittel und Maschinen kann die türkische Wirtschaft in Deutschland punkten.

Gerade zwischen Hessen und Bursa seien die Anknüpfungspunkte für Kooperationen groß. Viele hessische Unternehmen seien schon in der Türkei aktiv oder hätten das Land auf dem Radarschirm. Da könne Bursa der Standort für weitere Aktivitäten sein. Umgekehrt sei Hessen im Herzen Europas der ideale Standort für Unternehmen aus der Türkei, um den deutschen und europäischen Markt zu bedienen. „Vom Frankfurter Flughafen aus können Sie in kürzester Zeit Ihre Kunden und Partner in ganz Europa erreichen. Daneben bietet die Messe Frankfurt mit ihren Leitmessen im Textilsegment eine optimale Plattform für die starke Textilindustrie aus Bursa, um ihre Produkte den Kunden aus aller Welt zu präsentieren", betonte Dr. Müller.

In Hessen leben insgesamt 180.000 türkischstämmige Bürgerinnen und Bürger. Allein im IHK-Bezirk Frankfurt hat jedes sechste Unternehmen einen internationalen Hintergrund. Die Gruppe der türkischen Unternehmer liegt dabei mit einer Zahl von rund 2.500 Unternehmen mit an der Spitze.


 

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