Einzelhandel in Frankfurt: Mehr Mut zu maßvollen Veränderungen

1.2.2011

Aus Sicht der IHK Frankfurt am Main sind die konkreten Auswirkungen der beiden Projekte Skyline Plaza und Honsell-Dreieck auf den Einzelhandelsstandort Frankfurt maßvoll und abwägend zu beurteilen. Vor dem Hintergrund der Diskussion um das nun vorliegende Einzelhandelskonzept für die Stadt Frankfurt am Main gibt die IHK am Dienstag bekannt: Auch wenn Honsell-Dreieck und Skyline Plaza kritisch in der Fortschreibung des Einzelhandels- und Zentrenkonzepts kommentiert würden, sprächen durchaus auch einige Faktoren für die Umsetzung. Die jeweiligen Stadtteile werden infrastrukturell aufgewertet, sie steigern die Attraktivität des Einzelhandels in Frankfurt und bieten neue Einkaufsmöglichkeiten als Nahversorger.

IHK-Vizepräsident Horst-Günter Döll: „Es ist immer Augenmaß erforderlich bei der Entwicklung neuer Standorte. Wichtig ist aber der Gesamtauftritt in Frankfurt am Main, denn der Einzelhandel steht nicht nur auf Frankfurter Stadtgebiet in Konkurrenz zueinander, sondern auch im Wettbewerb zur "Grünen Wiese". Und da ist Mut zu maßvoller Veränderung entscheidend.“

Mit dem Europaviertel an der Messe entsteht ein ganz neuer Stadtteil, für dessen Bevölkerung mit dem Skyline Plaza Einkaufsmöglichkeiten vor Ort geschaffen werden. Zudem wird für Ausstellungsbesucher der Messestandort Frankfurt dadurch aufgewertet, dass direkt neben dem Ausstellungsgelände nach dem Messebesuch die Möglichkeit zum Einkaufen besteht.

Das Einkaufszentrum Honsell-Dreieck ist geplant an der Hanauer Landstraße, die sich in den letzten Jahren erheblich zum Dienstleistungs- und Handelszentrum entwickelt hat. Zukünftig wird die Ansiedlung der EZB in unmittelbarer Nachbarschaft des Honsell-Dreiecks als weiterer Baustein die städtebauliche Aufwertung des Frankfurter Ostens beschleunigen.

In Frankfurt wird aktuell eine positive Weiterentwicklung des Standorts, wie bei-spielsweise durch die Neugestaltung der Zeil, die Modernisierung zahlreicher Ge-schäftshäuser oder neue Projekte wie „My Zeil“, vorangetrieben. Dr. Joachim Stoll, Vorsitzender des IHK-Einzelhandelsausschusses: "Für die Attraktivität Frankfurts insgesamt ist es wichtig, nicht nur die Innenstadt weiterzuentwickeln, sondern auch die größeren Einkaufsstraßen in den Stadtteilen und die Nahversorgung in den Wohnbezirken sicherzustellen."


Aus Sicht der Wirtschaft muss zukünftig eine breite Diskussion über die mittel- und langfristig erforderliche kommunale und regionale Infrastruktur- und Flächenpolitik geführt werden. Dies schließt die Beantwortung der Frage nach dem Gewerbe- und Wohnflächenbedarf der Stadt Frankfurt ein. Es gilt, im regionalen aber auch im loka-len Frankfurter Kontext die Frage der Entwicklungsflächen zu beantworten: wo kann die Flächenentwicklung für den Einzelhandel, die Logistik und Produktion, und für Wohnraum  in der Region FrankfurtRheinMain sichergestellt werden?  Denn Unter-nehmen entscheiden letztlich nach dem Kriterium, wo und vor allem wie schnell ihre Projekte realisiert werden können – und welche Planungssicherheit damit für ihre Geschäftstätigkeit verbunden ist. Letztlich lässt sich diese Frage nur im regionalen Kontext diskutieren und lösen.

 

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