Bei Börsenfusion müssen wesentliche Teile der Geschäftstätigkeit in Frankfurt erhalten bleiben

15.2.2011

Zu der heute angekündigten Fusion der Deutsche Börse AG in Frankfurt und der New York Stock Exchange weist die IHK Frankfurt am Main auf den notwendigen Fortbestand der Aufgaben einer weltumspannenden Börse für den Finanzplatz Frankfurt und den Wirtschaftsstandort Deutschland hin.

"Im hart umkämpften Markt der Börsenbetreiber kann eine globale Partnerschaft unternehmerische Chancen bieten", sagte Dr. Mathias Müller, Präsident der IHK Frankfurt am Main, anlässlich der Vorstellung der detaillierten Fusionspläne von Deutsche Börse und Nyse Euronext. Der Aufsichtsrat der Deutschen Börse müsse nun aber darauf achten, dass Frankfurt seine Aufgaben als führender europäischer Finanzplatz weiterhin erfüllen könne. "Wesentliche Teile der Geschäftstätigkeit einen neuen Börse müssen daher am Finanzplatz Frankfurt erhalten bleiben."

IHK-Vizepräsident Dr. Lutz Raettig betonte, das erfolgreiche Geschäftsmodell der Deutschen Börse mit den integrierten Funktionen Regulierung, Handel und Abwicklung habe sich gut behauptet. Dazu gehörten die wettbewerbsstarken Funktionen wie die Derivatebörse Eurex und die Abwicklungsplattform Clearstream. Trotz weitreichender Globalisierung werde auch der Börsensektor immer noch stark von der jeweiligen Marktumgebung bestimmt. "Es gehört daher zur Verantwortung der Deutschen Börse, dass dieses gut positionierte Unternehmen seine Vernetzung und effizienten Schnittstellen am Finanzplatz Frankfurt behält. Bei einer Fusion von Frankfurt und New York muss dies glaubhaft in der neuen Unternehmenssatzung verankert und in der Praxis befolgt werden." 

 

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