Healthcaretag 2011: Experten der Gesundheitsbranche diskutieren Einsatz von E-Health-Lösungen

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22.2.2011
 

Zeitgemäße E-Health-Lösungen können zu mehr Qualität, Patientensicherheit und Effizienz im Gesundheitswesen beitragen. Moderne IT-Technologien können helfen, Pannen in Krankenhäusern, wie etwa mangelhafte Sterilisation, zu vermeiden. Darin waren sich die Teilnehmer des Healthcaretages 2011 am Dienstag in der IHK Frankfurt am Main einig.

„Hessen steht im Hinblick auf die demographische Entwicklung vor der Aufgabe, insbesondere in den ländlichen Regionen die Versorgung mit Gesundheitsleistungen sicherzustellen. Dazu kann E-Health entscheidend beitragen. Das breite Spektrum der Gesundheitswirtschaft und die Stärke der IT-Branche in Hessen bieten ideale Voraussetzungen für eine positive Marktentwicklung", sagte Axel Henkel, Abteilungsleiter Technologie im Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung, in seinem Impulsreferat.

In den einzelnen Diskussionsforen des Healthcaretages erörterten Experten, wie eine integrierte Nutzung der Informationstechnologie im Gesundheitswesen erreicht werden kann. Dabei ging es vor allem um Qualitätssicherung durch lückenlose automatische Identifizierung in allen Versorgungsbereichen, die elektronische Patienten- und Gesundheitsakte, den Einsatz von Auto-ID-Technologien wie Barcode und RFID. Zum ersten Mal wurde in Deutschland das preisgekrönte IT- System WorldVistA von Phillip Longman vorgestellt. Das System wurde ursprünglich entwickelt, um die Gesundheitsversorgung von Kriegsveteranen zu verbessern. Heute ist es ein Open-Source-System, das den präzisen Zugriff auf Patientendaten ermöglicht, egal ob dies im Kontext eines großen Gesundheitssystems, im Klinikalltag oder in der ambulanten Pflege passiert.

„Die digitale Vernetzung der Branche ist eine wesentliche Voraussetzung, um Effizienzreserven im Gesundheitswesen freizusetzen, und sollte deshalb energisch vorangetrieben werden", appellierte Detlef Hans Franke, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Initiative gesundheitswirtschaft rhein-main e.v. Maßnahmen zur Sicherung der Gesundheitsvorsorge und -versorgung durch IKT-Technologien seien seit einigen Jahren Thema der politischen und fachlichen Diskussion. Bisher würden jedoch vor allem Insellösungen das Bild der IT-Technologien im Gesundheitswesen prägen. Dies gelte insbesondere für Kliniken, Arztpraxen, Apotheken und Labore.

Das Thema Gesundheit und die Organisation der damit verbundenen Prozesse ist eine der zentralen Zukunftsfragen. Eine steigende Lebenserwartung, die alternde Gesellschaft und der wachsende Kostendruck stellen die Gesundheitsbranche vor große Herausforderungen. Es werden nur jene Innovationen zum Zuge kommen, die auch im Rahmen des Gesundheitssystems finanzierbar sind", betonte Matthias Gräßle, Hauptgeschäftsführer der IHK Frankfurt.

 

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