Hessische IHKs fordern Gleichheit bei Abschlüssen

10.3.2011

Sie sind gleich und doch sehr unterschiedlich - das müssen all jene Weiterbildungsteilnehmer feststellen, die nach der erfolgreichen Prüfung ihr Zeugnis in der Hand halten. „Obwohl Hochschul- und Weiterbildungsabsolventen das gleiche fachliche Know-how haben, dürfen nur Akademiker die Bezeichnung „Bachelor" tragen. Damit trägt die Politik dazu bei, dass die duale Berufsausbildung mit anschließender Weiterbildung als weniger attraktiv angesehen wird. Das können wir nicht länger akzeptieren", sagte Dr. Hans-Peter Bach, Präsident der IHK Darmstadt Rhein Main Neckar und Vertreter der Arbeitsgemeinschaft hessischer Industrie- und Handelskammern.
 

„Rund ein Viertel der Weiterbildungsabsolventen macht die gleichen Karrieresprünge wie Akademiker. Sie übernehmen die gleichen Aufgaben und haben Führungsverantwortung. Durch die Verbindung von jahrelanger Berufspraxis mit der Aufstiegsfortbildung stellen die Absolventen außerdem unter Beweis, dass sie das gleiche fachliche Niveau haben wie Akademiker. Es leuchtet daher nicht ein, warum Weiterbildungsabsolventen nicht die Bezeichnung „Bachelor Professional CCI" erhalten sollen", sagte Dr. Bach in Richtung der hessischen Wissenschaftspolitik. Er machte darüber hinaus darauf aufmerksam, dass Weiterbildungsabsolventen bei späterer Studienaufnahme die Anerkennung ihrer bisherigen Leistungen verwehrt sei. Daher forderten die hessischen IHKs eine Anerkennung des „Bachelor Professional CCI" im europäischen Leistungspunktesystem ECTS (European Credit Transfer System).
 

Auf die außergewöhnlich guten Karrierechancen von Absolventen der Aufstiegsfortbildung verwies Heike Weidmann, stv. Geschäftsführerin Aus- und Weiterbildung der IHK Frankfurt am Main. „Unsere Umfragen zeigen, dass Fachkräfte nach der erfolgreich bestandenen Weiterbildungsprüfung mit mehr Verantwortung und einer Gehaltssteigerung von durchschnittlich 400 Euro im Monat rechnen können. Jeder Fünfte verdient sogar 750 Euro und mehr." Das Absolvieren einer Aufstiegsfortbildung sei daher eine gute Alternative zum Studium und erlaube mindestens die gleichen Karrieresprünge wie ein Hochschulstudium.

 

 

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