Bundesweite Bedeutung für Schulversuch im G8-Bildungsgang

24.3.2011

„Die Arbeitsgemeinschaft der hessischen IHKs begrüßt den Vorstoß von Kultusministerin Dorothea Henzler, den Abschluss von G8-Schülern nach der 9. Klasse im gymnasialen Bildungsgang mit dem mittleren Abschluss gleichzustellen", sagt Hanna Kind, Schulexpertin der Arbeitsgemeinschaft hessischer Industrie- und Handelskammern. Bereits seit einiger Zeit machten sich die hessischen IHKs im Interesse der Ausbildungsunternehmen für  eine solche Gleichstellung stark. Der heute von der Kultusministerin angekündigte Schulversuch zeige nun, dass sich das Engagement gelohnt habe. 

„Insbesondere die Unternehmen werden von dieser Neuerung profitieren. Denn erstmals können sie die Leistungen von G8-Schülern, die den Weg zum Abitur nicht fortführen wollen, richtig einschätzen." Kind betonte außerdem, dass man bei der Leistungsbeurteilung schließlich nicht vergessen dürfe, dass diese G8-Schüler bereits den Wissenstand der 10. Klasse des G9-Gymnasiums  haben. Insofern sollten die Schüler auch mindestens einen mittleren Abschluss erhalten. Bislang erlangten die G8-Schüler eines gymnasialen Bildungsgangs mit Ende der 9. Klasse lediglich einen dem Hauptschulabschluss gleichgestellten Abschluss, „dessen Wertigkeit  die Unternehmen schwer beurteilen konnten."

Erfreut zeigte sich die Schulexpertin darüber hinaus über die bundesweite Anerkennung der geplanten Regelung. „Für die Auszubildenden von Flensburg bis Rosenheim, die das G8-Gymnasium nach Klasse 9 verlassen, erhöhen sich somit künftig die Ausbildungschancen. Gleichzeitig unterstützt die Politik die bundesweite Wirtschaft bei der Sicherung des Fachkräftenachwuchses."

 

 

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