Big Business Fußball als regionaler und globaler Wirtschaftsfaktor

17.05.2011


Sport und Wirtschaft – die beiden Schlagworte sind laut Markus Frank, Stadtrat für Wirtschaft, Personal und Sport der Stadt Frankfurt, schon längst nicht mehr trennbar. Umso wichtiger sei eine enge Zusammenarbeit, wie das aktuelle Beispiel der FIFA Frauen-WM 2011 in Frankfurt zeigt. Die Global Business Week in der Industrie- und Handelskammer Frankfurt widmete dem Wirtschaftsfaktor Fußball daher am 17. Mai einen ganzen Tag, der seinen Höhepunkt in der Podiumsdiskussion „Big Business – Global Business“ fand.

„Fußball ist eines der emotionalsten Themen, die man sich vorstellen kann“, eröffnete Frank seine Einführung in die Diskussion und spielte dabei auch auf den erhofften Wiederaufstieg von Eintracht Frankfurt in die Erste Liga an. Aber Fußball sei vor allem auch zu einem relevanten volkswirtschaftlichen Faktor avanciert: „In kaum einer anderen Sportart wird so viel Geld umgesetzt. Dies betrifft nicht nur die Ablösesummen, nicht nur Verbände, Mannschaften und Spieler, sondern eine ganze Industrie, den Werbemarkt und die Medienlandschaft.“ So betrage die Wertschöpfung der Bundesliga bereits über fünf Milliarden Euro. Auch die Fußball-WM 2006 habe zu einem größeren Bewusstsein und Image-Plus für den Sport und die Austragungsorte beigetragen. Inzwischen seien nicht mehr nur junge, männliche Fußballfans, sondern ganze Familien aus allen gesellschaftlichen Gruppierungen in Fußballstadien anzutreffen. Außerdem würden am Rande eines Fußballspiels wichtige Geschäfte verhandelt, so der Sportdezernent.

Auch der Aufstiegskampf in die Erste Liga könne für Geschäftsleute interessant sein, denn „nach dem Abstieg ist vor dem Aufstieg“, so Frank. „Zu einer Leistungsgesellschaft gehört es doch auch, zu verlieren“, erklärte er und verwies auf die Vermittlung von Werten wie Kameradschaft, Zusammenhalt und Teamgeist. Es sei gut, dass die Wirtschaft den Fußball entdeckt hat und ein positives Image übertrage. Laut einer McKinsey-Studie verdienen 110.000 Menschen in Deutschland ihr Geld mit Fußball. Die Stadt Frankfurt nehme für den Frauenfußball ähnlich viel Geld in die Hand wie für den Herrenfußball. So sei die Wahl des Austragungsortes der FIFA Frauen-WM nicht zufällig auf Frankfurt gefallen. Die Stadt unterstütze den Frauenfußball schon lange und wolle sich durch die WM auch als dynamisch und frauenfreundlich präsentieren. „Wir möchten den Fußball für uns als imagebildende Maßnahme nutzen. Wie bei der WM 2006 wollen wir einen großen Mehrwert für die Stadt erreichen. Daher haben wir viel investiert“, erklärte Frank.

 

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