Innovationsgetriebene Wirtschaft erfordert hohen Ausbildungsstand

26.05.2011

Zur Eröffnung der 18. Berufsbildungsmesse Rhein-Main haben Vertreter von Wirtschaft, Politik und Verwaltung auf die umfangreichen Angebote zur Berufsausbildung für junge Menschen hingewiesen. "Die Wirtschaft in unserer Region ist in hohem Maße von Innovationen getrieben, und dem entsprechend müssen wir alles daran setzen, dass die jungen Menschen ihre Qualifikationen in der Berufswelt zielgerichtet und auf dem geforderten hohen Niveau weiter entwickeln", sagte Dr. Mathias Müller, Präsident der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main, bei der Eröffnung der Berufsbildungsmesse in der IHK Frankfurt am Donnerstag. Eine große Herausforderungen sei es, dass etliche Auszubildende in den Betrieben weitere Nachhilfe benötigten, um die duale Berufsausbildung zu bestehen. Bei der Bewältigung des Fachkräftemangels müsse man in den kommenden Jahren aber auch die älteren Beschäftigten mehr unterstützen. Der alte Merksatz "Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr" könne heute nicht mehr gelten. Die beruflichen Anforderungen veränderten sich dauernd, und daher müssten sich die Beschäftigten nicht nur zu Beginn des Arbeitslebens, sondern in jeder beruflichen Phase neuen Anforderungsprofilen stellen.

Der Dezernent für Wirtschaft der Stadt Frankfurt, Stadtrat Markus Frank, betonte: "Wir können es uns als Volkswirtschaft nicht leisten, dass junge Menschen nach der Schule zu Hause sitzen und keine Ausbildung machen." Es gebe eine Holschuld der Gesellschaft und der Wirtschaft, um auch Jugendliche mit Migrationshintergrund in höherem Maß in eine Ausbildung zu bringen.

Die Stadt Frankfurt, die als größter öffentlicher Arbeitgeber in Hessen rund 300 Ausbildungsplätze habe, trage hierzu aktiv bei. Bei der Bewältigung des Fachkräftemangels spiele auch das Angebot zur Kinderbetreuung eine Rolle. Insofern sei es wichtig, dass die Stadt Frankfurt, wie schon seit 2006, weiterhin jährlich tausend neue Kita-Plätze schaffe. Dafür müssten auch eine ausreichende Zahl an Erziehern ausgebildet bzw. nach Frankfurt geholt werden.

Der Stellvertretende Leiter des Staatlichen Schulamts für die Stadt Frankfurt, Gerhard Ebert, räumte ein, dass die Berufsorientierung in den Gymnasien noch nicht den gleichen Stellenwert habe wie in den anderen Schulformen. Durch das landesweite Berufsvorbereitungsprogramm OLOV habe sich grundsätzlich aber schon einiges in der Berufsorientierung der Schüler verbessert.

Der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Frankfurt am Main, Karl-Heinz Huth, wies darauf hin, dass die Arbeitsagentur in Frankfurt rund 400 Plätze für die Nachhilfe von Auszubildenden in den Betrieben finanziere. Damit solle auch die extrem hohe Abbrecherquote gesenkt werden. Zudem gebe es im Agenturbezirk 26.000 Arbeitslose, darunter viele Jugendliche. „Bei der Antwort auf den Fachkräftemangel müssen wir dieses Potenzial stärker angehen, da gibt es ein großes Potenzial an Fachkräften noch zu heben!" Der Geschäftsführer der Handwerkskammer Rhein-Main, Karsten Lamers, wies darauf hin, dass die bundesweite Imagekampagne des Handwerks, die seit mehr als einem Jahr läuft, bereits gute Erfolge in der Ansprache von Auszubildenden gezeigt habe.

Weitere Informationen unter www.berufsbildungsmesse.de
 

 

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