Breitbandausbau - Hochgeschwindigkeit kein Luxus mehr

03.06.2011

 

 

Unternehmen brauchen schnelles Internet schnell

 

Mehr Tempo beim Ausbau der Breitbandversorgung in Hessen ist für die Unternehmen ein entscheidender Faktor im Standortwettbewerb. Zu der im Mai vorgelegten Strategie der Landesregierung erklärt die Arbeitsgemeinschaft der hessischen Industrie- und Handelskammern, es seien erhebliche Anstrengungen nötig, um das Ausbauziel eines Hochgeschwindigkeitsnetzes (50 Mbit/Sekunde) bis 2014 zu erreichen.

 

Die dazu vorgestellte Strategie des Landes gehe in die richtige Richtung, sagte Karlfried Thorn, Federführer für das Thema Breitband bei den hessischen IHKs. Die IHKs legten dabei Wert auf eine hohe Transparenz des eingeschlagenen Weges, wozu ein Meilensteinplan sowie die ständige Überprüfung der Projektfortschritte gehöre. „Hierzu erwarten wir demnächst noch mehr Klarheit“, so Thorn.

 

Die Unternehmen müssten wissen, wann sie mit welchen Maßnahmen des Landes rechnen können. In einer im Herbst 2010 mit Hilfe der IHKs in Hessen durchgeführten Studie wurde deutlich, dass das Hochgeschwindigkeitsnetz aus Sicht der Unternehmen so schnell wie möglich kommen muss. Wettbewerbsnachteile der Unternehmen und in der Folge fehlende Fachkräfte und Standortnachteile gefährdeten massiv die Stellung der hessischen Wirtschaft.

An die Adresse der Kommunen gerichtet sagte Thorn: „Wir sehen, dass es in den Kreisen und Kommunen besondere Fortschritte gab, in denen alle Beteiligten in guter Kooperation das Ziel Breitbandausbau verfolgten. Zusammenarbeit ist der Königsweg beim Breitbandausbau.“

 

Den TK-Unternehmen und Infrastruktureignern riet Thorn, sich ebenfalls gesprächsbereit und offen zu zeigen. Sie sollten die angebotenen Infrastrukturdatenbanken mit Daten füllen. Dies nutze letztlich auch ihnen selbst, weil schnell klar werde, wo welche Bedarfe sind und welche Infrastrukturen noch genutzt werden könnten bzw. wo welche zu schaffen seien.

 

Heute sei die Notwendigkeit des Breitbandausbaus zwar unumstritten, allerdings fange das Problem dann an, wenn Marktkräfte allein nicht zum Ziel führten. Dies sei aber kein Freibrief, Ausbauverpflichtungen einzuführen, wie es ein Universaldienst vorsehen würde.

 

Da man vom Land das gewünschte „Kochrezept“ für die Förder- und Bürgschaftsprogramme nicht bekommen könne, sei es wichtig, die vorhandenen Beratungsstrukturen richtig zu nutzen. Ob die Initiative der einzelnen Kommune, des Zweckverbands oder eines Konsortiums dafür der beste Weg sei, sei im Einzelfall zu prüfen. Förderungen müssten allerdings immer dort ansetzen, wo mit weiterer Eigeninitiative zu rechnen sei. Die Abwicklung der Programme dürfte zugleich nicht zur bürokratischen Last werden.

 

Bei der Grundversorgung und auch beim Ausbau der Hochgeschwindigkeitsnetze helfe es wenig, sich allein auf die Glasfasertechnologie festzulegen. Anbieter anderer funk- oder satellitenbasierter Technologien sollten mehr Aufklärungsarbeit leisten. Eine vermeintlich zweitbeste Lösung könne sich als die bessere herausstellen, wenn sie schneller realisierbar sei. Weil man in festgelegten Zeitschritten schauen müsse, ob die eingeleiteten Maßnahmen erfolgreich sind, bieten die IHKs in Hessen ihre Unterstützung bei der fortlaufenden Evaluierung an.

 

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