Frauen, Ältere und Jugendliche sichern die Zukunft

17.06.2011
 

Kapital fürs Alter - unter diesem Leitgedanken stand der Eurobörsentag 2011, der gestern in der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main stattfand. Im Mittelpunkt der Veranstaltung der Börsen-Zeitung standen die Fragen: Was kann und soll der Staat und was kann und soll der Bürger tun, um im Alter finanziell versorgt zu sein.

Den Auftakt der Veranstaltung machte Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen zum Thema „Den Wandel der Arbeitswelt gestalten". In ihrer Rede wies sie auf die Herausforderungen des demografischen Wandels hin und zeigte zugleich Lösungsvorschläge für die Bewältigung des Fachkräftemangels und der Sicherung des Sozialstaats auf. „Während vor 50 Jahren fünf Bürger die Rente für einen erarbeiteten, sind es heute nur noch drei", sagte die Bundesministerin. Damit sich diese Situation nicht weiter verschärfe, müssten bislang ungenutzte Ressourcen herangezogen werden. Diese sieht von der Leyen in drei Zielgruppen: Frauen, Ältere und junge Menschen. Eines der primären Ziele müsste es zunächst sein, die Zahl der Schul- und Ausbildungsabbrecher zu halbieren. Denn immerhin sieben Prozent der Kinder verließen eine deutsche Schule ohne Schulabschluss und mithin ohne eine Chance auf eine solide Berufsausbildung. Mit Blick auf eher ausbildungsunfähige Jugendliche sagte von der Leyen: „In jedem jungen Menschen stecken Talente."

Neben der Ausbildung von jungen Menschen wies die Bundesarbeitsministerin auf die Weiterbeschäftigungsmöglichkeiten von älteren Arbeitnehmern und hierbei     insbesondere auf die Weiterqualifizierung hin. Sie machte deutlich, dass Qualifizierung eine Voraussetzung für produktives Arbeiten sei und altersgemischte Teams viele Chancen bieten. Als schlummernde Ressource verwies von der Leyen außerdem auf die Frauen. Mit Blick auf die geringen Frauenquoten in Führungspositionen börsennotierter Unternehmen machte sie deutlich, dass es das falsche Signal sei, zu sagen: "In der Breite könnt ihr mitarbeiten, aber an der Spitze brauchen wir euch nicht."

 

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