IHKs im Rhein-Main-Gebiet veranstalten Themenwoche Beruf und Familie

Die wirtschaftsstarke Rhein-Main-Region boomt, die Auftragsbücher sind gut gefüllt doch viele Unternehmen müssen mit Schrecken feststellen, dass sie das Personal, das sie neu einstellen wollen, gar nicht bekommen. Aus Sicht der IHKs im Rhein-Main-Gebiet gibt es jedoch viele Möglichkeiten, um den Fachkräftemangel abzumildern und sich neue Mitarbeiterpotenziale zu erschließen. Eine davon ist die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie, um vor allem Eltern nach der Kinderpause oder auch pflegende Mitarbeiter schneller und in größerem Umfang in das Erwerbsleben zurückzuholen. Einige Betriebe haben bereits vorbildliche Maßnahmen ergriffen. Um allen Unternehmen konkrete Anregungen zu geben, organisieren die Industrie- und Handelskammern des IHK-Forums Rhein-Main vom 17. bis 25. August 2011 die Veranstaltungsreihe „Erfolgsstrategien zur Fachkräftesicherung – Themenwoche Beruf und Familie“(www.ihk-forum-und-familie.de). 

Von Mainz bis Hanau, von Gießen bis Darmstadt reichen die insgesamt zehn Veranstaltungen mit Themen wie „Arbeit flexibel gestalten“, „Mütter in Führung“ oder „Zerreißprobe Beruf und Pflege“. Die IHK Frankfurt am Main beteiligt sich an der Veranstaltungsreihe mit einer Veranstaltung zum Thema Fachkräftesicherung und -entwicklung am 24.08.2011. Fokus dieser Veranstaltung soll die Fachkräftesicherung und -entwicklung als Herausforderung für die Kleinen und Mittleren Unternehmen sein. 
Anmeldungsmöglichkeiten und Informationen finden sich unter http://www.frankfurtmain.ihk.de/veranstaltungen/2011/08/11087/index.html

Die Veranstaltungsformate variieren bewusst: Vom klassischen Vortrag über Podiumsdiskussionen bis hin zum Unternehmerfrühstück sowie zur Führung durch ein „Erfahrungsfeld der Sinne“, bei dem sich die Teilnehmer zu Statements positionieren müssen. Für die Auftaktveranstaltung in der IHK Darmstadt konnte Prof. Jutta Allmendinger, Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung und Professorin für Bildungssoziologie und Arbeitsmarktforschung an der Humboldt-Universität Berlin, gewonnen werden.

„Die gute Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist beileibe kein Nebenschauplatz. Dies wurde längst in diversen Studien bestätigt“, erklärt Hartwig Rhode, Geschäftsführer des IHK-Forums Rhein-Main. „Wer als Arbeitgeber attraktive Arbeitsbedingungen schafft, erhöht seine Chancen im Wettbewerb um die begehrten Fachkräfte – und kann sie vor allem auch halten. Denn wer am Arbeitsplatz zufrieden ist, wechselt seltener.“ Beschäftigte mit Familienpflichten rückten deshalb immer stärker in den Fokus der Personalverantwortlichen – gerade, weil der Anteil der gut qualifizierten Frauen immer weiter ansteige. „Aber auch die Politik muss noch Hausaufgaben machen, etwa mit einem Angebot an bedarfsgerechten Betreuungszeiten in Kitas und Schulen. Politik und Wirtschaft sind somit gleichermaßen gefordert, den Arbeitsmarkt von morgen zu gestalten“ sagt Rohde.

Nach einer Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln unter Unternehmens- und Personalverantwortlichen schätzen vier von fünf Unternehmen Familienfreundlichkeit für das eigene Wohlergehen als wichtig ein. 2003 war es nicht einmal jedes zweite. Doch erst jedes zehnte Unternehmen bietet konkrete Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf an – immerhin doppelt so viele wie noch 2003. Insgesamt setzen die meisten Betriebe auf die Flexibilisierung von Arbeitszeit. Die Befragung hat im Übrigen gezeigt, dass die Unterstützung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Pflege von Angehörigen an Bedeutung gewonnen hat.

 

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