IHKs fordern verstärktes Augenmerk auf Fachkräfte

Angesichts der heutigen positiven Meldungen zum  hessischen Ausbildungsmarkt fordert Frau Dr. Brigitte Scheuerle, Federführerin Berufliche Bildung der IHK Arbeitsgemeinschaft Hessen,ein stärkeres Augenmerk auf die Gewinnung von gewerblichen Fachkräften zu legen. Der Arbeitsagentur zufolge waren im Juli 2011 in Hessen 34.761 Lehrstellen gemeldet, von denen aber 10.338 noch nicht besetzt werden konnten. "Die hohe Anzahl offener Ausbildungsplätze in Teilen Hessens ist ein Indikator für das wachsende Fachkräfte-Problem", sagte Frau Dr. Scheuerle. Um Abhilfe zu schaffen, müssten Schule und Gesellschaft stärker darauf hinwirken, dass Schulabgänger sich direkt für eine berufliche Ausbildung entscheiden. Wie die hohen Abbrecherquoten in der gymnasialen Oberstufe zeigten, sei der Weg über Oberstufe und Studium in vielen Fällen nicht  der beste Weg zum Beruf. Wie die Integrierte Ausbildungsmarktstatistik des Landes Hessen zeige, brechen zwischen 14 und 33 Prozent der Schüler in der gymnasialen Oberstufe diesen Schulweg ab. Auf der anderen Seite belege der IHK-Fachkräftemonitor, dass in den nächsten Jahren in Hessen 220.000 Fachkräfte fehlen. "Davon sind 210.000 Jobs in nicht-akademischen Berufen."

Frau Dr. Scheuerle fordert von der Politik ein Umdenken: "Angesichts dieser Marktbedingungen können wir es uns nicht mehr leisten, den Trend nach immer höheren Schulabschlüssen auszuweiten und gleichzeitig die bereits randvollen Hochschulen überlaufen zu lassen." Nach ihrer Auffassung sei dies eine der ersten Aufgaben, denen sich die von Ministerpräsident Volker Bouffier angekündigte Kommission zum Fachkräftemangel widmen müsse.

 

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