„Finden und Fördern von Begabten ist eine Notwendigkeit“

10.11.2011

Frankfurt ist eine Stifterstadt. Damit das so bleibt, ist ein regelmäßiger Austausch zwischen Stiftungen, aber auch mit der Öffentlichkeit wichtig. Ganz im Zeichen des Dialogs stand das Frankfurter Stiftungsgespräch, das am Mittwoch Abend in der IHK Frankfurt am Main stattfand. Im Mittelpunkt des von der Initiative Frankfurter Stiftungen veranstalteten Gesprächs stand die Frage, was Stiftungen bewirken können. Sieben Stipendiaten berichteten aus ihren Erfahrungen der individuellen Förderung.

„Finden und Fördern von Begabungen ist in Deutschland eine strikte Notwendigkeit“, sagte Dr. Roland Kaehlbrandt, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Polytechnische Gesellschaft und Vorsitzender der Initiative Frankfurter Stiftungen. Das Verständnis vieler Stiftungen sei es, die 50 Prozent der Begabten zu finden und zu fördern, die durch das Raster der öffentlichen Begabtensuche fielen. Mit dieser Aufgabe erfüllten Stiftungen zudem eine gesellschaftliche Botschaft. Stiftungen machten deutlich, „dass man in unserem Land ein Chance erhält – als Zuwanderer, als Jugendlicher beim Übergang in den Beruf oder als angehender Student aus einer Arbeiterfamilie“, betonte Dr. Kaehlbrandt. Insofern böten Stipendien immer auch eine Anregung für das öffentliche Bildungssystem, denn sie zeigten der öffentlichen Hand, „wie weit man mit individueller Förderung kommen kann.

„Viele Stiftungen sind Unternehmens- oder Unternehmerstiftungen. Damit das Interesse, eine Stiftung zu gründen, aufrecht erhalten wird, bietet die IHK Frankfurt Stiftungen und Interessierten eine Plattform des Dialogs“, sagte Karen Hoyndorf, Stv. Präsidentin der IHK Frankfurt am Main, zur Eröffnung des Abends.

Erika Pfreundschuh, Stadträtin und Stv. Vorsitzende der Initiative Frankfurter Stiftungen wies darauf hin, dass die Frankfurter Stadtgesellschaft von neuen und alten Stiftungen profitiert. Viele bestehende kulturelle, aber auch wissenschaftliche Einrichtungen in Frankfurt seien auf Stiftungen zurückzuführen. Sie seien vorwiegend im 18. und 19. Jahrhundert entstanden – einer Hochzeit insbesondere für Stiftungen der Kunst in Frankfurt am Main.
 

 

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