Kulturcampus als weiterer Meilenstein hin zum Frankfurt der Zukunft

22.11.2011

 

„In Frankfurt ist Stillstand tabu. Das zeigen die visionären Pläne der Stadt für den Kulturcampus Frankfurt. Mit dem Anspruch, ein klimaneutrales und mobiles Quartier zu entwickeln, übernimmt Frankfurt in der Metropolregion eine neue Vorreiterrolle. Die Strahlkraft des Kulturcampus als Ort zum Wohnen, Arbeiten und der Kultur wird weit über die Stadtgrenzen hinausgehen“, sagte Dr. Mathias Müller, Präsident der IHK Frankfurt am Main, zur Eröffnung des gemeinsam von der Stadt Frankfurt und der IHK Frankfurt organisierten Symposiums mit dem Titel „Wir bauen ein Modellquartier – gemütlich, CO2-frei, mobil“ am Dienstag in der IHK Frankfurt am Main. Mit dem Projekt Kulturcampus beginne in Frankfurt „eine neue Epoche der Stadtgeschichte“, hob Oberbürgermeisterin Petra Roth hervor. Überall auf der Welt suche man nach einem Vorbild für die Stadtentwicklung in Zeiten des Klimawandels. Frankfurt schaffe mit dem Kulturcampus ein Modellquartier.

 

In seiner Rede lobte der IHK-Präsident die Stadt für ihren Entschluss, das von der ABG Frankfurt Holding erworbene Areal aus einer Hand entwickeln zu lassen. „Der Kulturcampus Frankfurt ist in erster Linie ein Ausdruck von wohlverstandenem Gemeinschaftswillen. Angesichts des angespannten kommunalen Haushalts ist das keine Selbstverständlichkeit.“ Der IHK-Präsident betonte weiter, dass der Campus eine einmalige Chance sei, ein Vorzeigeprojekt par excellence für Kultur und Architektur entstehen zu lassen. „Der Umbau eines Teils von Bockenheim bietet die Möglichkeit für einen pulsierenden Kreativstandort. Frankfurt braucht einen solchen Ort der Identität“, sagte Dr. Müller. Der IHK-Präsident hob außerdem hervor, dass der Anspruch, auf dem Areal klimaneutrale Gebäude zu errichten, ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zu Frankfurt als Green City sei.

 

Angesichts des angespannten Wohnungsmarktes wies Dr. Müller in seiner Rede zudem darauf hin, dass die Stadt angehalten sei, auf dem heutigen Campus Bockenheim Wohnraum mit erschwinglichen Mieten zu schaffen. „Büroräume gibt es in Frankfurt ausreichend. Was wir brauchen sind Wohnungen, damit Frankfurt für Fachkräfte attraktiv bleibt und die Wirtschaft weiter wachsen kann. Bei der Entwicklung von Wohnraum ist daher Augenmaß gefragt“, sagte Dr. Müller. Augenmaß sei außerdem bei der Ansiedlung von neuem Gewerbe erforderlich. Vor dem Hintergrund der über viele Jahre gewachsenen Einzelhandelsstruktur auf der Leipziger Straße dürfe auf dem neuen Campus kein Solitär entstehen. „Der Kulturcampus muss sich in den bestehenden Teil Bockenheims einfügen. Eine Symbiose zu schaffen mit Schnittstellen zum Westend und zum Europaviertel, das wird eines der Kriterien für den Erfolg des Kulturcampus werden“, unterstrich der IHK-Präsident.

 

Bei dem Symposium sprachen neben Oberbürgermeisterin Roth und IHK-Präsident Müller auch Stadtplaner Albert Speer und der Siemens-Geschäftsführer Michael Kassner. Während Speer den Blick auf die Lage in Großstädten der Welt lenkte, empfahl Kassner einen Blick nach London, um die künftige Bedeutung der Elektromobilität für den öffentlichen Verkehr ermessen zu können.

 

„Wenn wir perspektivisch E-Mobilität wirkungsvoll nutzen wollen, müssen wir über Mobilitätsketten nachdenken“, betonte Petra Roth. Auf dem Kulturcampus sollten Ladestationen für Elektromobile und auch Fahrräder eine Selbstverständlichkeit werden. „Damit verketten wir die Nutzung der U-Bahn und das Car- und Bikesharing an der Station Kulturcampus exemplarisch miteinander“, sagte das Stadtoberhaupt.

 

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